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Nachhaltigkeitsleitlinien der Diakonie

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE) hat in seiner Konferenz 2021 Nachhaltigkeitsleitlinien verabschiedet, denen sich die gesamte Diakonie Deutschland ebenfalls verpflichtet fühlt. Sie sind eine Empfehlung für Landesverbände und Mitglieder, das eigene Handeln an folgenden Nachhaltigkeitszielen zu orientieren:
  1. Die Diakonie sieht die großen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und will auf der Grundlage ihrer christlichen Werte dazu beitragen, dass unsere Welt für alle Menschen dieser und künftiger Generationen lebenswert ist und bleibt. Gestärkt und motiviert durch ihren Glauben geht sie diese Aufgabe mit der erforderlichen Zuversicht, Gestaltungskraft und Beharrlichkeit an.

  2. Die Diakonie orientiert sich dabei an den 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Sie leistet mit ihrer engagierten und kompetenten Arbeit bereits seit langem einen großen Beitrag zur Umsetzung von mindestens zehn dieser Ziele in Deutschland – zum Beispiel auf dem Gebiet der Armutsbekämpfung, im Gesundheitswesen und beim Ausbau der sozialen Infrastruktur.

  3. In Anbetracht der Klimakrise und des Artensterbens setzt sie sich getreu ihres Auftrags „Bewahrung der Schöpfung“ national und international für einen ambitionierten und sozial gerechten Klimaschutz sowie den Erhalt der Biodiversität ein. Sie verpflichtet sich, bis spätestens 2035 selbst klimaneutral zu sein.

  4. Die wichtigsten Handlungsfelder sind Immobilien, Liegenschaften und Wohnen, Mobilität , Landwirtschaft, nachhaltige Kapitalanlagen sowie eine Beschaffung, die Menschen und Arbeitsrechte achtet und die Ressourcen schont. Das Thema „Ernährung“ – und damit auch das Tierwohl – nimmt für sie einen besonderen Stellenwert ein.

  5. Einen Schwerpunkt legt sie auf den Bereich Bildung und versteht sich grundsätzlich als Multiplikatorin und „Anstifterin“ für ein schöpfungsbewusstes Handeln – zum Beispiel im Kontakt mit Mitarbeitenden, Klient*innen, deren Angehörigen und dem Sozialraum, in dem sie tätig ist.

  6. Die diakonischen Unternehmen, Einrichtungen, Dienste und Verbände gehen diese Handlungsfelder gezielt und systematisch an. Sie verstehen Nachhaltigkeit als festen Bestandteil des ihres unternehmerischen Handelns und Qualitätsmanagement. Dafür greifen sie bevorzugt auf erprobte, anerkannte Instrumente wie z.B. den Deutschen Nachhaltigkeitskodex, die Gemeinwohlbilanz, EMAS bzw. EMASplus zurück.

  7. Um eine flächendeckende Umsetzung zu unterstützen, setzt sich die Diakonie auf allen Ebenen und im Austausch mit den verschiedenen relevanten Akteuren für förderliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen ein.

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