Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Erfolge im diakonischen Freiwilligendienst für Flüchtlinge

Jungen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und Zuflucht in Deutschland gesucht haben, eröffnet das Diakonische Werk Hamburg mit dem Projekt „FSJ • BFD 2 get in“ seit Dezember 2015 eine Perspektive in der Hansestadt: Sie können an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder einem Bundesfreiwilligendienst (BFD) als Bildungs- und Orientierungsjahr teilnehmen und damit Gesellschaft, Kultur und Arbeitswelt in Hamburg kennenlernen. Nach einigen Schwierigkeiten in der Anfangsphase haben in den letzten zwölf Monaten 20 Flüchtlinge einen Freiwilligendienst sowohl in Voll- als auch in Teilzeit absolviert. Die zwölf Männer und acht Frauen aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Syrien und Somalia waren in der Altenpflege, in der Behindertenhilfe, im Krankenhaus, in Kitas sowie in Kirchengemeinden tätig. Einer von ihnen hat nun über den Freiwilligendienst der Diakonie Hamburg einen Ausbildungsplatz in einer Kita bekommen.

Sabine Koßmann, Fachbereichsleiterin Freiwilliges Engagement beim Diakonischen Werk Hamburg, erläutert das Engagement der Diakonie: „Wir freuen uns, dass das BFD-Sonderprogramm für Flüchtlinge bei uns gut funktioniert – das war nicht von Anfang an absehbar, da wir mir vielen Problemen zu kämpfen hatten. Wir haben in dem vergangenen Jahr ein gutes Netzwerk aufgebaut, um überhaupt die gesetzlich geregelten und arbeitsplatzneutralen Freiwilligendienste für Geflüchtete bekannt zu machen. Zudem waren anfangs die Zuständigkeiten der verschiedenen Akteure der Verwaltung nicht eindeutig geregelt - z.B. bei der Beschäftigungserlaubnis - und viele Regularien waren sehr im Fluss. Außerdem lassen sich oft leider immer noch nicht die verpflichtenden Integrationskurse zeitlich mit den gesetzlich geregelten Bildungsseminaren der Freiwilligendienste vereinbaren.“

Dass sich die Anstrengungen lohnen, beweist Ibrahim Shalabi. Seit Mitte Oktober leistet der Syrer im Rahmen des Sonderprogramms einen Bundesfreiwilligendienst in der Evangelischen Kita in Nienstedten. „Ich bin sehr glücklich, einen Freiwilligendienst machen zu können“, sagt der 21jährige. „Ich habe viele Leute kennengelernt und kann meine Deutschkenntnisse verbessern. Für mich ist das ein guter Start in die Arbeitswelt.“ Neben seiner Teilzeittätigkeit in der Kita besucht Ibrahim Shalabi einen Deutschkurs an der Uni Hamburg. Er träumt davon, Medizin zu studieren. Oder Betriebswirtschaft, womit er in Damaskus schon angefangen hatte.

Hintergrund:

Vor einem Jahr hat der Bund 10.000 zusätzliche Plätze im Bundesfreiwilligendienst für einen Einsatz „mit Flüchtlingsbezug“ geschaffen. Ein Kontingent ging an das Diakonische Werk Hamburg. Das Angebot „FSJ • BFD 2 get in“ des Diakonischen Werks wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Interessierte können sich melden unter: Telefon 040 30 62 0-330/-424 oder -285 oder E-Mail: freiwillig@diakonie-hamburg.de. Informationen findet man unter www.freiwillig-diakonie-hamburg.de

Für Rückfragen stehen Ihnen die pädagogischen Mitarbeiterinnen im Bereich Freiwilliges Engagement Lydia Roth und Anna-Lena Witte unter Tel. 040 306 20-424 /-330 oder roth@diakonie-hamburg.de / witte@diakonie-hamburg.de zur Verfügung.

 

Veröffentlicht am 7. Dezember 2016