Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Winternotprogramm: Diakonie besorgt um Obdachlose, die nicht in Unterkünften übernachten dürfen

Landespastor Dirk Ahrens: „Das Winternotprogramm ist ein Erfrierungsschutz. Deshalb ist uns so wichtig, dass es wieder für alle Obdachlosen da ist. Unsere Sorge ist, dass sonst Menschen in der kalten Jahreszeit erfrieren.“

Seit dem letzten Jahr ist das Winternotprogramm nicht mehr offen für alle. Besonders Menschen aus Osteuropa wären betroffen. Dieses Zwei-Klassen-Prinzip für Obdachlose will die Stadt fortsetzen. Obdachlosen, die keinen Zugang mehr zum Winternotprogramm haben, bietet die Stadt stattdessen eine sogenannte Wärmestube als Ersatz für ein richtiges Bett an. Sie wird jedoch nach Erfahrung der Diakonie-Straßensozialarbeiter kaum genutzt werden, denn Ruhe und Schlaf finden die Menschen dort kaum.

Stephan Nagel, Referent für Wohnungslosenhilfe der Diakonie: „Besonders Obdachlosen aus Osteuropa wird unterstellt, sie seien freiwillig obdachlos, sie sollten deshalb besser wieder nach Hause fahren. Doch die Menschen gehen nicht zurück in ihre Heimat und bleiben dort. Sie kommen wieder, weil sie zuhause ihre Kinder nicht ernähren können. Und als EU-Bürger haben sie auch das Recht dazu, hier zu sein.“

 

Für Rückfragen steht Ihnen Stephan Nagel, Referent für Wohnungslosenhilfe im Diakonischen Werk Hamburg, unter 040 30 62 0-221 gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 16. Oktober 2017