Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Symbolpolitik löst kein einziges Integrationsproblem

Angesichts der aktuellen Debatte um die Beteiligung Hamburgs an der Sammelabschiebung nach Afghanistan appelliert Diakoniechef Landespastor Dirk Ahrens, das Asylrecht nicht zum Wahlkampfthema zu machen: „Ich halte es für äußerst problematisch, wenn das Asylrecht Gegenstand der Polemik wird. Mit rechtlich bedenklichen Sammelabschiebungen nach Afghanistan symbolpolitisch Härte zu demonstrieren, löst kein einziges der Integrationsprobleme, die wir ja neben vielen Erfolgen durchaus auch haben.“

Hamburg war 2015 und 2016 ein im bundesweiten Vergleich positives Beispiel: Der großen Herausforderung, viele Flüchtlinge zunächst zu versorgen und dann zu integrieren begegneten die Bürger und die Politik engagiert, überzeugend sachlich und um Interessensausgleich bemüht. Diesen erfolgreichen Kurs sollte Hamburg nicht verlassen.

Ahrens: „Wenn ein Asylverfahren rechtstaatlich korrekt durchgeführt wurde und das Ergebnis Abschiebung lautet, respektiert das die Hamburger Diakonie. Jeden Versuch, Grundrechte weiter zu beschneiden, Verfahren zu verkürzen oder auf Einzelfallprüfung zu verzichten lehnen wir ab.“

Veröffentlicht am 19. Dezember 2016