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Eine Hand hält vor einen Stromverteiler fünf Fünfzig-Euro-Scheine.

Aktuelles:Steigende Energiearmut: Tipps zum Umgang

Im vergangenen Jahr wurde Tausenden Hamburger*innen der Strom, das Gas oder sogar das Wasser abgestellt, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen konnten.
Datum:
28. Jan. 2026

Als Energiearmut wird eine soziale Notlage bezeichnet, die durch ein geringes Einkommen bei gleichzeitig hohen Energiepreisen verursacht wird. In dieser Situation sind Haushalte häufig gezwungen, ihren Energieverbrauch zugunsten anderer Lebenshaltungskosten einzuschränken. In Hamburg ist Energiearmut keine Randerscheinung, wie aus einer Bürgerschaftsanfrage hervorgeht. Allein im vergangenen Jahr wurde Tausenden Hamburger*innen der Strom, das Gas oder sogar das Wasser abgestellt, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Hinter jeder Sperre steht ein persönliches Schicksal.

„Stromkosten können für einkommensschwache Haushalte zum ernsthaften Problem werden, wenn sie gegen andere Grundbedürfnisse abgewogen werden müssen. Wir sprechen uns dafür aus, Stromkosten aus dem Regelsatz herauszunehmen und in die Kosten der Unterkunft zu überführen.“ Paul Grabbe, Armutsexperte der Diakonie Hamburg

 

Was tun, wenn eine Sperre droht?

Niemand in Hamburg muss diese Situation allein bewältigen. Es gibt Anlaufstellen:

  • Hilfe suchen: Melden Sie sich in der offenen Sprechstunde der Schuldenberatung der Diakonie, bevor der Zähler gesperrt wird.
  • Abwendungsvereinbarung: Versorger sind oft bereit, Ratenzahlungen zu vereinbaren, um eine Sperrung zu verhindern. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Energieanbieter auf.
  • Behörden einbinden: Bei drohender Sperre können das Jobcenter oder das Sozialamt die Schulden als Darlehen übernehmen, um Obdachlosigkeit oder unzumutbare Härte zu vermeiden. Eine kostenfreie Schuldnerberatung kann Sie dabei unterstützen.
  • Stromspar-Check: Nutzen Sie dieses Angebot, um Ihren Stromverbrauch zu senken.