Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Schnelltests, damit Kitas sichere Orte für Kinder und Fachkräfte sind

Lupe

In den evangelischen Kitas in Hamburg wird zurzeit in der „erweiterten Notbetreuung“ rund ein Drittel der sonst üblichen Kinderzahl betreut. Die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen können sich, anders als andere Berufsgruppen, vor einer Corona-Infektion nur bedingt schützen, weil das Abstandhalten zu den Kindern nicht möglich ist.

Viele Kinder und Familien sind auf die Öffnung der Kitas angewiesen, und auch sie müssen vor einer Ansteckung geschützt werden. Kaum etwas ist belastender, als wenn Kinder in Quarantäne müssen. Um die Sicherheit des pädagogischen Fachpersonals sowie der Kinder und Familien zu erhöhen und damit die Einrichtungen offen zu halten, fordert der Evangelische Kindertagesstättenverband Hamburg, ein Fachverband im Diakonischen Werk Hamburg, Schnelltestungen vor Ort.

Antje Fuhrmeister und Karin Müller als Vorstand des Verbands betonen, wie wichtig es sei, Infektionsrisiken für Mitarbeitende, Kinder und Familien zu senken. Beschäftigte in Kindertagesstätten und Vorschulen waren nach Auswertungen des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK DV)* sowie einer AOK-Studie* von März bis November 2020 die stärkste von Covid-19 betroffene Berufsgruppe, noch vor den Pflegekräften in den Altenheimen und dem medizinischen Personal in den Krankenhäusern. „Wir fordern daher regelmäßige und kostenfreie Testungen vor Ort, um möglichst bald wieder zum Regelbetrieb zurückkehren und alle Kinder betreuen zu können“, sagt Karin Müller.

Regelmäßige Schnelltestungen in den Kitas sorgen dafür, dass die Fachkräfte schnell und unkompliziert über eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus informiert sind, tragen zu einer Transparenz des Infektionsgeschehens bei und helfen, die verlässliche Betreuung der Kinder in Kitas aufrecht zu erhalten.

Vor allem sorgen sie für Sicherheit beim Fachpersonal und auch bei Eltern und Kindern. Oben genannte Studien, Berichte über Mutationen und der unmittelbare, ungeschützte Kontakt mit den Kindern – bei gleichzeitiger Vorsicht im privaten Bereich – beeinträchtigen die psychische Gesundheit und Belastbarkeit der Fachkräfte.
Karin Müller sagt: „Wir möchten, dass Kitas sichere Orten sind!“

 * https://www.rnd.de/wirtschaft/corona-studie-der-aok-erzieher-und-betreuer-am-haufigsten-an-covid-19-erkrankt-4VWAN6I5JFBUZK7L3IL7ALV5WI.html

* https://www.bkk-dachverband.de/statistik/ein-jahr-corona-erzieherinnen-in-9-monaten-pandemie-an-der-spitze-der-krankschreibungen

Für inhaltliche Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Karin Müller, Geschäftsführerin des Ev.-Luth. Kita-Werks Hamburg-West/Südholstein, Tel. 0173 2598315
Antje Fuhrmeister, Pädagogische Leitung des Kirchengemeindeverbands der Kindertageseinrichtungen im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-Ost, Tel. 040 / 519 000 700

Veröffentlicht am 5. Februar 2021