Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Koalitionsvertrag: Diakonie kritisiert wenig ambitionierte Sozial- und Pflegepolitik 

Lupe

Das Diakonische Werk Hamburg hat den Koalitionsvertrag enttäuscht zur Kenntnis genommen. Das Thema Soziales kommt kaum vor. Landespastor Dirk Ahrens: „Wer die großen Zukunftsherausforderungen erfolgreich angehen will, muss den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken. Eine ambitionierte Sozialpolitik spielt dabei eine entscheidende Rolle. Leider ist davon im Koalitionsvertrag wenig zu finden.“

Besonders besorgt die Diakonie, dass die Bereiche Krankenhäuser und Pflege im Koalitionsvertrag nur am Rande vorkommen. Dirk Ahrens: „Krankenhäuser und Pflege stehen vor riesigen Herausforderungen. Gerade die Corona-Zeit hat noch einmal gezeigt, dass wir motiviertes und gut qualifiziertes Personal in der Altenpflege und Krankenhäusern haben. Sie brauchen auch weiterhin die gesellschaftliche Anerkennung und wir müssen für eine Aufwertung der Pflegeberufe sorgen. Der Fachkräftemangel ist besonders gravierend und wird noch zunehmen. Dass es zu diesem – auch wirtschaftlich wichtigem Thema für Hamburg – keine klaren Ziele im Koalitionsvertrag gibt, ist ausgesprochen irritierend für uns.“

Positiv nimmt das Diakonische Werk manche Initiative zur interkulturellen Öffnung des gemeinsamen Lebensortes Hamburg wahr. Dass die Themen Senioren und Pflege durch neue Behördenzuschnitte getrennt werden, halten wir für äußert problematisch. Diese Bereiche sollten weiterhin demografiefest durch eine Behörde gestaltet und verantwortet werden.

 

Veröffentlicht am 4. Juni 2020