Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Delegation der Diakonie Hamburg und der Nordkirche reist nach St. Petersburg

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg ist eine Delegation des Diakonischen Werkes Hamburg und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) derzeit in der russischen Partnerstadt zu Gast. Auf dem Programm der Reise vom heutigen Montag (25. September) bis Freitag stehen unter anderem Besuche des St. Petersburger Vereins „Nachtasyl“ und seines Mitternachtsbusses, des Ombudsmanns für Menschenrechte der Stadt St. Petersburg, Gespräche mit Vertretern der russisch-orthodoxen und der lutherischen Kirche zur Vertiefung der Beziehungen sowie eine Diskussionsveranstaltung zum Reformationsjubiläum im deutschen Generalkonsulat.

Ein Höhepunkt des Besuches wird die feierliche Einweihung der Orgel in der Petrikirche der Stadt sein. Es handelt sich hier um ein gebrauchtes Instrument aus der Deutschen St. Gertrudsgemeinde in Stockholm. Die Kosten für ihren Kauf und Einbau (rund 130.000 Euro) hat die Nordkirche mit 63.000 Euro unterstützt. Weitere Zuschüsse kamen aus Kulturmitteln des Auswärtigen Amtes, vom Martin-Luther-Bund und von vielen Spenden aus der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg, die über mehrere Jahre in den abendlichen Messen für die Orgel der Partnerkirche gesammelt haben. Die Petrikirche ist Sitz der deutschsprachigen St. Petri- und Annengemeinde im Zentrum von St. Petersburg. Zu sowjetischer Zeit wurde sie zu einem Schwimmbad umgebaut, dessen Spuren bis heute sichtbar sind.

Mitglieder der Delegation sind Dr. Elisabeth Chowaniec, Landeskirchliche Beauftragte bei der Freien und Hansestadt Hamburg, Propst Frie Bräsen aus dem Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein, Annette Reimers-Avenarius, Ökumenebeauftragte der Nordkirche, Christa Hunzinger, Europareferentin im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Gabi Brasch, Mitglied des Vorstands des Diakonischen Werkes Hamburg, sowie Susanne Hesemann, Fachbereichsleiterin für Weltweite Diakonie. 


Hintergrund:

1993 unterschrieben die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen und Metropolit Ioann von St. Petersburg und Lagoda eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Beziehungen für den Sprengel Hamburg und die Eparchie St. Petersburg. Dies ist eine Besonderheit innerhalb der Partnerschaften, die die Nordkirche pflegt, da beide Kirchen unterschiedlichen Konfessionen angehören. Von Beginn an wurden die Beziehungen stark durch das Diakonische Werk Hamburg und gemeinsame Projekte gefördert. Den Mitternachtsbus zum Beispiel hatte der Leiter des St. Petersburger Vereins „Nachtasyl“, der sich um Obdachlose kümmert, in Hamburg kennengelernt und mit Hilfe von Spenden auch in St. Petersburg aufgebaut.


Für Rückfragen:

Claudia Ebeling, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Tel.: 040 88181-415, Mobil: 0151-17595017, E-Mail: c.ebeling@nordkirche-weltweit.de

Steffen Becker, Diakonisches Werk Hamburg, Pressesprecher - Information und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 040 30 62 0-233, Mobil: 0160 58 76 225, E-Mail: becker@diakonie-hamburg.de

Veröffentlicht am 25. September 2017