10 Jahre Bundesfreiwilligendienst – Diakonie Hamburg zieht Bilanz | Diakonisches Werk Hamburg
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Pressemeldung

10 Jahre Bundesfreiwilligendienst – Diakonie Hamburg zieht Bilanz

Lupe Der Bundesfreiwilligendienst steht Menschen aller Generationen offen.

Seit Einführung des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) vor 10 Jahren haben insgesamt rund 3.000 Freiwillige einen BFD in den Einrichtungen der Diakonie Hamburg absolviert.

Die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Juli 2011 war ein bedeutender Schritt im Ausbau der Freiwilligendienste. Ebenso wie das bereits seit Jahrzehnten bestehende erfolgreiche Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) setzt der BFD auf freiwilliges Engagement. „Die Freiwilligen leisten einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft, der eine noch stärkere Anerkennung verdient. Die Diakonie Hamburg bietet spezielle Programme im FSJ an und geht auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden ein: zum Beispiel durch flexiblen monatlichen Einstieg in die Freiwilligendienste, unterschiedliche Einsatzzeiten und auch die Möglichkeit, den Dienst unter bestimmten Voraussetzungen in Teilzeit zu leisten“, so Sabine Koßmann, Leiterin des Fachbereichs Freiwilliges Engagements im Diakonischen Werk Hamburg.

Der BFD führte im Jahr 2011 zu einer Ausweitung der Platzangebote und einer Altersöffnung in den Freiwilligendiensten. Während sich im FSJ ausschließlich Menschen im Alter bis 26 Jahren engagieren können, ist der BFD für Menschen aller Generationen möglich und wird gut angenommen.

Die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes neben den etablierten Freiwilligendiensten hat bürokratische Hürden und Fragen der politischen Bildung aufgeworfen, die die Umsetzung bis heute erschweren. Schon in dem Gesetzgebungsverfahren identifizierten die FSJ/BFD-Anbieter deutliche Schwächen des Bundesfreiwilligendienstes im Vergleich zu den Jugendfreiwilligendiensten. So hat der BFD die Verwaltungslogik des Zivildienstes übernommen und ist nach wie vor deutlich bürokratischer aufgebaut. Dies ist ein Hindernis in der kurzfristigen Vermittlung von Freiwilligen an Einsatzstellen. Ein weiteres Problemfeld ist die Umsetzung der politischen Bildung: Mit Einführung des Bundesfreiwilligendienstes wurde festgelegt, dass Freiwillige in diesem Dienstformat eine Woche „Politische Bildung“ an einem der Bildungszentren des Bundes absolvieren. „Eine vollständige Übertragung der politischen Bildung an die FSJ/BFD-Anbieter, die in den Jugendfreiwilligendiensten bereits seit Jahrzehnten politische Bildung im Rahmen ihrer Bildungsarbeit durchführen, gilt es zu ermöglichen“, fordert Sabine Koßmann.

Hintergrund:

Freiwilligendienste sind eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Sie bieten die Chance, sich in die Gemeinschaft einzubringen und gleichzeitig persönlich zu wachsen. Auch heute sind die Freiwilligendienstformate als Bildungs- und Orientierungszeit für die Freiwilligen angelegt: Neben dem Dienst in der jeweiligen Einsatzstelle sind die Bildungstage ein zentrales Element des Freiwilligendienstes.

Der Bundesfreiwilligendienst lehnt sich bei der Diakonie Hamburg in der Ausgestaltung eng an die Jugendfreiwilligendienste an. Die Dienste werden weitestgehend identisch durchgeführt, so dass das Dienstformat für die Freiwilligen keinen Unterschied macht. Die FSJ/BFD-Anbieter sind unter anderem verantwortlich für die pädagogische und individuelle Begleitung der Freiwilligen, die Bildungsangebote für die Freiwilligen, die Fortbildung und Qualifizierung der Einsatzstellen und wirken auch als vermittelnde Instanz bei Konflikten zwischen Freiwilligen und Einsatzstellen.

Weitere Informationen unter:

https://fsj.diakonie-hamburg.de/

@nextstepdiakonie

 

Für Rückfragen steht Ihnen Alexandra Hachmeister, Referentin im Fachbereich Freiwilliges Engagement, unter Tel. 040 306 20-224 zur Verfügung.

Veröffentlicht am 29. Juni 2021