Ist die Grundsicherung ein Sprungbrett oder eine Hängematte? Über diese Frage diskutierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstagabend beim Dialogforum der Initiative #VerständigungsOrte in der Handwerkskammer Hamburg. Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Perspektiven auf staatliche Unterstützung, Erwerbsarbeit und soziale Teilhabe.
Impulse gaben Janina Lütt, Armutsaktivistin und Autorin, Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg, sowie Annika Woydack, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hamburg. Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und Schirmherrin der Initiative, eröffnete den Abend mit einem Grußwort. Moderator war der Hamburger Journalist Jörn Straehler-Pohl.
Während die einen fragen, ob staatliche Leistungen ausreichende Anreize für Erwerbsarbeit bieten, erleben andere, dass das Geld kaum für das Nötigste reicht und gesellschaftliche Teilhabe schwierig wird. Das Dialogforum brachte diese unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen miteinander ins Gespräch.
Für die Diakonie Hamburg ist klar: Grundsicherung soll Menschen vor Armut schützen und ein Leben in Würde ermöglichen. Zugleich braucht es eine sachliche Auseinandersetzung darüber, wie soziale Sicherung gestaltet werden kann und welche Wege Menschen aus Armut eröffnen.
Über die Initiative #VerständigungsOrte
#VerständigungsOrte ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Diakonie Deutschland, der evangelischen Zukunftswerkstatt midi und der Diakonie Hamburg. Ziel ist es, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und auch bei kontroversen Themen im Gespräch zu bleiben.