HAMBURG.CARE.CONNECT
AMIF-Verbundprojekt für psychosoziale Unterstützung für traumatisierte geflüchtete Menschen in Hamburg
Mit HAMBURG.CARE.CONNECT hat am 1. Juli 2026 ein dreijähriges AMIF-Verbundprojekt gestartet, das die psychosoziale Versorgung schwer psychisch erkrankter geflüchteter Menschen in Hamburg gezielt stärkt. Im Mittelpunkt stehen Drittstaatsangehörige mit Fluchterfahrung, die aufgrund traumatischer Erfahrungen, unsicherer Lebensumstände und bestehender Zugangsbarrieren häufig besondere Unterstützung benötigen.
Ziel des Projekts ist es, diesen Menschen einen niedrigschwelligen, qualifizierten und kultursensiblen Zugang zu psychosozialer, psychotherapeutischer und psychiatrischer Hilfe zu ermöglichen.
Das Projekt wird zu 90% aus europäischen Fördermitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) finanziert; weitere 10% kofinanziert die Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH). Dank dieser Förderungen kann das Projekt HAMBURG.CARE.CONNECT ermöglicht und umgesetzt werden.
Teilprojektpartner sind die drei spezialisierten psychosozialen Zentren (PSZ) Hamburgs:
- Lichtpunkt e.V.
- RESILIO – Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete
- SEGEMI e.V.
In einer vierten Projektmaßnahme sind Honorarkräfte mit besonderer Expertise in der traumatherapeutischen Versorgung ukrainischer Zielgruppenangehöriger eingebunden. Durch diese Zusammenarbeit entsteht ein multimodaler Versorgungsrahmen, der Beratung, Clearing, psychosoziale Begleitung, psychotherapeutische Unterstützung und eine enge Vernetzung mit weiteren Hilfesystemen im Bundesland Hamburg miteinander verbindet.
Im Rahmen eines multiprofessionellen Clearings werden Unterstützungsbedarfe systematisch erfasst und gemeinsam mit den Betroffenen geeignete Behandlungs- und Begleitungswege entwickelt.
Neben therapeutischen Angeboten spielt auch die psychosoziale Unterstützung im Alltag eine wichtige Rolle, etwa wenn belastende Lebensumstände die psychische Stabilisierung erschweren.
Im Fokus des Angebots stehen die Reduktion akuter psychischer Belastungen, die Prävention von Chronifizierungsprozessen, die Sicherstellung einer kontinuierlichen Versorgung sowie die Förderung der Selbstwirksamkeit der Betroffenen.


