Diakonie Hamburg

Pressemeldung

COLD DINNER: Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot protestiert gegen fehlende Wohnungen und Unterkünfte für Obdachlose

Lupe

Mehr als 250 Menschen folgten heute trotz Nässe und Kälte der Einladung des Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot zum gemeinsamen Essen am Fischmarkt. Statt zum bekannteren „White Dinner“ wurde diesmal zum „Cold-Dinner“ geladen: Anlässlich des am 1.11. beginnenden Winternotprogramms für Obdachlose wurde nicht nur gemeinsam gegessen, sondern auch gegen die fehlgeleitete Politik des Hamburger Senats protestiert und über Alternativen für eine bessere Politik gegen Wohnungslosigkeit in Hamburg diskutiert. 

Das Hamburger Aktionsbündnis fordert, dass der Kampf gegen Wohnungslosigkeit zur Topaufgabe des Hamburger Senats gemacht werden müsse. „Der Senat muss sich Ziele bei der Bekämpfung der Wohnungslosigkeit setzen“, sagte Bettina Reuter, Sprecherin des Aktionsbündnisses. „Wenn man denn will und die Mittel bereitstellt, ist die Halbierung der Wohnungslosigkeit in Hamburg innerhalb von fünf Jahren ein realistisches Ziel“, sagte Reuter weiter. Ein wichtiger Umsetzungsschritt sind dabei mehr Sozialwohnungen und mehr Wohnungen, die speziell für wohnungslose Menschen bereitstehen.

Aus Sicht des Aktionsbündnisses ist inzwischen selbst die Notversorgung aller betroffenen obdachlosen Menschen in Hamburg im Rahmen des Winternotprogramms keine Selbstverständlichkeit mehr. Im letzten Winter wurden vor allem Osteuropäer von der weiteren Nutzung des Winternotprogramms ausgeschlossen. Diese Praxis soll im kommenden Winter nach Verlautbarung der Stadt fortgesetzt werden. Dabei wird den Betroffenen unterstellt, sie seien „freiwillig“ obdachlos. Dem halten die im Aktionsbündnis zusammengeschlossen Freien Träger und Einrichtungen der Hamburger Wohnungslosenhilfe entgegen: Alle Menschen in Not, die sonst auf der Straße übernachten würden, sollen Schutz im Winternotprogramm erhalten.

Das Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot ist ein Zusammenschluss von Freien Trägern und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Hamburg aus der Freigemeinnützigen Wohlfahrtspflege. Im Hamburger Aktionsbündnis engagieren sich: Ambulante Hilfe Hamburg e.V. / basis & woge e.V. / Bodelschwingh-Haus – Ev. Luth. Kirchenkreis HH-Ost / Caritasverband für Hamburg e.V. / Diakonisches Werk Hamburg / Die Heilsarmee - Jakob-Junker-Haus/ Die Mission- Künstlerische Maßnahmen gegen die Kälte e.V. / Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V. / Herz-As gGmbH / Hinz&Kunzt gGmbH / Hude / Integrationshilfen e.V. / Jugendhilfe e.V. / Kemenate Frauen Wohnen e.V./ Mook wat e.V. /Sozialdienst katholischer Frauen e.V.- Hamburg-Altona/ Verein für Soziale Hilfe e.V.

Veröffentlicht am 16. Oktober 2017