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Es sind mehrere Silouetten von Frauen zu sehen

Pressemitteilung:Appell zum Weltfrauentag: Gleichberechtigung gelingt nur gemeinsam

Anlässlich des Weltfrauentags (8. März) appelliert die Diakonie Hamburg: echte Gleichberechtigung kann nur gelingen, wenn alle Geschlechter gemeinsam daran arbeiten.
Datum:
5. März 2026

Fortschritte in Richtung Chancengleichheit, faire Bezahlung und gesellschaftlicher Teilhabe sind wichtige Meilensteine – doch eine nachhaltige Veränderung entsteht nur durch ein partnerschaftliches Engagement aller Geschlechter.

Ein besonders sensibles und dringendes Thema ist die häusliche Gewalt. Sie betrifft überwiegend Frauen und stellt nach wie vor ein gravierendes gesellschaftliches Problem dar. Der Schutz von Frauen vor Gewalt muss uneingeschränkt Priorität haben. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass auch Männer betroffen sein können – als Opfer, aber auch als Personen, die dringend präventive Unterstützung brauchen, um Gewaltspiralen zu durchbrechen. Während Hilfs- und Beratungsangebote für Frauen in den letzten Jahren ausgebaut wurden, fehlt es vielerorts an spezifischen, niedrigschwelligen Angeboten für Männer – insbesondere im Bereich der Gewaltprävention, der psychischen Gesundheit sowie bei familiären Konflikten.

Annika Woydack, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hamburg: „Eine zukunftsorientierte Gleichstellungspolitik muss beide Perspektiven einbeziehen: den konsequenten Schutz von Frauen vor Gewalt und Diskriminierung ebenso wie die gezielte Ansprache und Unterstützung von Männern. Nur wenn stereotype Rollenbilder hinterfragt, Präventionsarbeit gestärkt und Beratungsstrukturen für alle ausgebaut werden, kann Gewalt nachhaltig reduziert werden.“

Stefan Deutschmann, Leitung Diakonie-Hilfswerk „Der Weltfrauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung ein gemeinsamer gesellschaftlicher Auftrag ist. Als Männer stehen wir in der Verantwortung eine klare Haltung zu zeigen: Gewalt gegen Frauen darf niemals relativiert oder ignoriert werden. Es liegt an uns hinzusehen, einzuschreiten und unser eigenes Verhalten sowie überholte Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.“

 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung

Wiebke Dördrechter, Referentin Öffentlichkeitsarbeit, unter 040 30620-438 oder w.doerdrechter@diakonie-hamburg.de