Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Altenpflege: Mehr Geld für Mitarbeitende der Diakonie

Ab 2018 gibt es mehr Geld für Mitarbeitende der Diakonie, die in der Altenpflege arbeiten: Die Vergütungen steigen nach dem Tarifvertrag KTD in dieser Sparte um 2,2 %.

Stefan Rehm, Vorstand des Diakonischen Werkes Hamburg: „Der Abschluss ist ein wichtiger Baustein auf unserem Weg, die anspruchsvolle Arbeit der Mitarbeitenden in der Altenpflege besser zu würdigen und die Arbeit in der Pflege attraktiver zu machen. Unsere Fachkräfte gehören damit zu den Spitzenverdienern in der Hamburger Altenpflege. Und auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation verdienen im Geltungsbereich des Tarifvertrages KTD deutlich mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn.“

So wird der Pflege-Mindestlohn ab 01. Januar 2018 von 10,55 Euro schrittweise erhöht, bis er den Betrag von 11,35 Euro ab Januar 2020 erreicht. In der Diakonie verdienen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne besondere Ausbildung bereits ab 2018 als Anfangsgehalt 2.055,00 Euro, das entspricht einen Stundenlohn von 12,21 Euro.

Eine examinierte Fachkraft startet nach ihrer 3-jährigen Ausbildung in der Diakonie mit einem Gehalt in Höhe von 2.727,00 € (16,20 €/Stunde). Hinzu kommen Zuschläge für Wochenendarbeit und Zeitzuschläge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine arbeitgeberfinanzierte zusätzliche Altersversorgung.

 

Hintergrund

Der KTD (Kirchlicher Tarifvertrag Diakonie) ist eine Form des sogenannten „Zweiten Weges“: Er wird zwischen Gewerkschaften (z. B. ver.di) und Arbeitgeberverbänden (z. B. Verband kirchlich-diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland, VKDA) ausgehandelt. Streik und Aussperrung sind ausgeschlossen. Gibt es keine Einigung, greift ein Schlichtungsverfahren.

 

Veröffentlicht am 3. Januar 2018