Diakonie Hamburg
Wohngemeinschaften
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Was kostet das?

1. Die Kosten für einen WG-Heimplatz setzen sich aus vier Bestandteilen zusammen:

1. die allgemeinen Pflegeleistungen
2. die Unterkunft (hier sind Betriebs- und weitere Kosten gemeint, wie Wäscheversorgung und Veranstaltungen)
3. die Verpflegung
4. Investitionskosten (vergleichbar mit der Nettokaltmiete)

Die Höhe des Gesamtheimentgelts ist abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Der von Ihnen zu bezahlenden Eigenanteil ist jedoch in den Pflegegraden 2 – 5 gleich hoch. Eine Ausnahme gilt für den Pflegegrad 1, für den von der Pflegeversicherung lediglich ein Zuschuss von 125 € gewährt wird. Aufgrund einer besseren personellen Ausstattung, ist der einheitliche Eigenanteil jedoch höher als in einer Pflegeeinrichtung, die nicht nach dem stationären Wohngemeinschaftskonzept arbeitet.

Variabel ist jeweils die Höhe der Leistungen der Pflegeversicherung, abhängig vom Pflegegrad. Die Pflegeversicherung bezahlt einen Zuschuss, dessen Höhe von der Pflegestufe abhängt.

Der Zuschuss beträgt monatlich:

Pflegegrad 1:     Zuschuss in Höhe von 125 €
Pflegegrad 2:     770 €
Pflegegrad 3:     1.262 €
Pflegegrad 4:     1.775 €
Pflegegrad 5:     2.005 €

Wir beraten Sie beim Ausfüllen von Anträgen und stellen den Kontakt zur Sozialbehörde her, falls Ihre eigenen Mittel nicht ausreichen, den Aufenthalt in unseren diakonischen Einrichtungen zu finanzieren.

 

2. Kosten für einen Platz in einer selbstverwalteten WG:

Was Sie für einen Platz in einer selbstverwalteten WG bezahlen müssen, hängt von der Größe und Lage der Wohnung ab. Hier erhalten Sie aber zumindest einige Anhaltspunkte:

1. Miete
2. Ambulanter Pflegedienst
3. Kosten für die Haushaltsführung, die von allen Mitbewohnern gemeinsam getragen werden und eventuell Kosten für gemeinsame Aktivitäten und Anschaffungen

Die Kosten sind sehr unterschiedlich und lassen sich nicht in pauschalen Sätzen darstellen.

Zu der zu zahlenden Miete kommen die jeweiligen Kosten für den ambulanten Pflegedienst, die je nach Pflegegrad von der Pflegekasse bezuschusst werden. In einer WG werden diese Kosten jedoch auf alle gleichmäßig verteilt.

Außerdem gibt es die individuellen Kosten für vom Arzt verordneten Leistungen. Diese werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Dazu kommen die gemeinsam zu tragenden Kosten der gemeinsamen Haushaltsführung. Jeder zahlt also in eine Haushaltskasse ein. Schließlich gibt es zum Teil kleinere Pauschalen zur Organisation der gemeinsamen Abstimmungen und Aktivitäten.

Grob lässt sich sagen, dass die Kosten mit denen von Wohngemeinschaften in stationären Einrichtungen vergleichbar sind, zum Teil aber darüber hinausgehen.

Wenn Sie über wenig Geld verfügen, können die Kosten eventuell vom Amt für Grundsicherung (Sozialamt) übernommen werden. Fragen Sie gerne in unseren Einrichtungen um Rat! Wir helfen Ihnen auch bei der Antragstellung.