Die Stadtteileltern der Diakonie Hamburg feiern ihr 15-jähriges Bestehen. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2011 haben insgesamt 144 Ehrenamtliche 3.835 Familien mit Migrations- oder Fluchtgeschichte begleitet und unterstützt. Damit leisten die Stadtteileltern einen wichtigen Beitrag zu Integration, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt im Bezirk Altona.
Das Projekt, das ursprünglich unter dem Namen „Stadtteilmütter“ gestartet ist, wurde Anfang des Jahres für alle Geschlechter geöffnet. Seitdem können sich auch Männer als Stadtteileltern engagieren.
Die Stadtteileltern sind an vier Standorten im Bezirk tätig und begleiten im Alltag, vermitteln Informationen und helfen dabei, Zugänge zu Bildungs-, Gesundheits- und Unterstützungsangeboten zu finden. Dabei wirken sie genau dort, wo klassische Beratungsangebote die Betroffenen oft nicht erreichen: direkt im Lebensumfeld der Familien.
Ein besonderer Vorteil des Projekts liegt in der sprachlichen und kulturellen Kompetenz der Ehrenamtlichen. Die Stadtteileltern sprechen mehrere Sprachen und verfügen selbst über Erfahrungen mit Migration, Flucht oder dem Ankommen in Deutschland und können sie Familien dadurch auf Augenhöhe begleiten und sie dabei unterstützen, zunehmend selbstständig zu werden.
Um das Angebot langfristig zu sichern, werden jedes Jahr neue Ehrenamtliche ausgebildet. Die nächste Schulung für angehende Stadtteileltern beginnt am 25. August. Interessierte können sich ab sofort bei der Diakonie informieren und anmelden.
Annika Woydack, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende: „Hinter den beeindruckenden Zahlen stehen tausende persönliche Begegnungen und Geschichten. Die Stadtteileltern stärken Familien, fördern Chancengerechtigkeit und tragen jeden Tag dazu bei, dass Menschen sich willkommen fühlen. Sie sind wichtige Brückenbauerinnen und Brückenbauer in unseren Stadtteilen und ein lebendiges Beispiel dafür, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst.“
Nadine Schröder, Projektleitung Stadtteileltern: „Unsere Stadtteileltern leisten seit 15 Jahren einen unschätzbaren Beitrag für das Zusammenleben in Altona. Ihr Engagement zeigt, wie Integration im Alltag gelingen kann: persönlich, respektvoll und auf Augenhöhe. Wir sind sehr dankbar für die vielen Menschen, die sich in den vergangenen Jahren mit Herz, Zeit und Erfahrung für andere Familien eingesetzt haben.“
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Wiebke Dördrechter, Referentin Öffentlichkeitsarbeit, 040-30620-384, w.doerdrechter@diakonie-hamburg.de
