Jahresbilanz 2025 der Diakonie Katastrophenhilfe – Hilfe für Venezuela dringend benötigt
„Die Menschen in Hamburg zeigen eindrucksvoll, dass sie das Leid anderer nicht aus dem Blick verlieren. Für diese große Solidarität sind wir sehr dankbar“, sagt Annika Woydack, Landespastorin und Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hamburg.
Bundesweit spendeten Menschen besonders für die Hilfe nach dem Erdbeben in Myanmar. Hier gingen rund 3,6 Millionen Euro ein. Für Hilfsprojekte in der Ukraine erhielt die Diakonie Katastrophenhilfe 2,2 Millionen Euro, für die Unterstützung der Menschen im Sudan 1,4 Millionen Euro. Insgesamt entsprach das Spendenergebnis damit in etwa dem Vorjahresniveau.
Die hohe Spendenbereitschaft gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil die öffentlichen Mittel für humanitäre Hilfe deutlich zurückgehen. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts an die Diakonie Katastrophenhilfe halbierten sich 2025 nahezu auf 9,8 Millionen Euro. Insgesamt reduzierten sich die öffentlichen Mittel um rund ein Drittel auf 18 Millionen Euro.
Hilfe für Venezuela
Aktuell unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen die betroffene Bevölkerung nach dem schweren Erdbeben in Venezuela. Die Nordkirche hat dafür bereits 10.000 Euro Soforthilfemittel bereitgestellt.
Wer sich über die Lage vor Ort und die Verwendung der Spenden informieren möchte, kann am 27. Juli 2026 um 18.30 Uhr an der Online-Veranstaltung „Statusbericht Venezuela“ teilnehmen. Anmeldungen sind möglich unter Statusbericht Venezuela.
„Die hohe Spendenbereitschaft in Hamburg zeigt, wie groß das Mitgefühl für Menschen in Not ist. Angesichts neuer Katastrophen wie aktuell in Venezuela bleibt diese Unterstützung unverzichtbar. Humanitäre Hilfe rettet Leben und sie ist nur möglich, weil Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen“, so Annika Woydack.
Hilfseinsatz weltweit
Die Projektausgaben der Diakonie Katastrophenhilfe beliefen sich 2025 auf insgesamt 59,6 Millionen Euro. Schwerpunkte der Arbeit waren unter anderem Syrien und die Türkei, die Ukraine sowie Hilfen in Deutschland nach Hochwasserereignissen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe wurde 1954 gegründet. Sie ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung betroffen sind und ihre Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Die Hilfe erfolgt unabhängig von Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Geschlecht.
