„Sie haben die Überprüfung durch unabhängige Auditor*innen mit Bravour bestanden“, lobt Annika Woydack. „Das Gütesiegel bescheinigt Ihnen die ausgezeichnete Qualität Ihrer Arbeit.“ Der kosten- und zeitintensive Qualitätsentwicklungsprozess mit externer Zertifizierung - finanziert mit Unterstützung der Nordkirche - ist gesetzlich nicht vorgegeben, sondern freiwillig. Denn die evangelischen Kitas wollen ihren hohen Qualitätsstandard nicht nur sichern, sondern kontinuierlich weiterentwickeln.
Karin Müller, Pädagogische Leitung der Kita-Arbeit im Kirchenkreis Hamburg West / Südholstein, hebt hervor: „Wir danken den Mitarbeitenden in den Kitas für ihr enormes Engagement! Kita-Qualität gestalten bedeutet auch gesellschaftliche und politische Prozesse in den Blick nehmen: Kinderperspektiven erfassen, Partizipation und Mitbestimmung gestalten und leben, Toleranz und Respekt fördern sowie Ressourcen teilen und solidarisches Handeln vermitteln. Dies ist ein großer Beitrag zur Stärkung der Demokratie und zeigt die gesellschaftliche Bedeutung von Kitas.“
Ein Qualitätsmanagement-System hilft, den Kita-Alltag besser und transparenter zu regeln: Die pädagogischen Ziele werden klarer, die Vereinbarungen zur Umsetzung verbindlicher und die Qualitätsentwicklung stabiler.
Grundlage für die Überprüfung ist das BETA-Rahmenhandbuch für Qualitätsentwicklung der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (BETA). Auf dieser Basis erarbeiten Kita-Leitungen und Mitarbeitende gemeinsam ein eigenes Qualitätshandbuch, das Transparenz über Abläufe, Absprachen und Prozesse für Mitarbeitende und Eltern in dieser Kita schafft.
Rund 40 Themen aus dem Kitaalltag – zum Beispiel Teamentwicklung, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden, Inklusion, Kinderschutz, Partizipation von Kindern und Eltern – werden in den standortspezifischen Qualitätshandbüchern behandelt und geprüft. Bei einem Audit begutachtet eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft die Kita. Das Ergebnis wird in einem Bericht zusammengefasst und den einzelnen Kitas und ihren Trägern übergeben.
In mehrjährigen Qualitätsentwicklungsprozessen, begleitet durch Fachberater*innen sowie Qualitätsmanager*innen der Kirchenkreise und des Diakonischen Werks Hamburg, wurden inzwischen fast alle der rund 150 evangelischen Kitas in Hamburg mit dem Gütesiegel BETA ausgezeichnet.
Qualitätsentwicklung ist ein Kreislauf von Planungs-, Durchführungs-, Überprüfungs- und Verbesserungsprozessen, der niemals abgeschlossen ist. Neue Bildungsanforderungen wie z.B. die Fokussierung auf die Kinderperspektiven werden in den Kitas bearbeitet, reflektiert und in die bestehenden Qualitätsbereiche der Kitas aufgenommen und dokumentiert. Alle drei Jahren folgt ein erneutes Audit, bei dem die Überprüfung der Weiterentwicklung in die Zertifizierung einfließt. Dafür begehen externe Auditor*innen einer unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft die Kita, sichten die Dokumente und befragen Fachkräfte, Kita Leitung und ggf. Eltern.
Inhaltliche Rückfragen beantwortet Ihnen gern die Kita-Qualitätsmanagerin im Diakonischen Werk Heike Sadewater, Tel. 30620-416.
