Schulden aus der Coronazeit | Diakonisches Werk Hamburg
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Schulden
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Schulden aus der Coronazeit

Nutzen Sie die Unterstützungsmöglichkeiten!

Bei Fragen geben wir Ihnen gern telefonisch oder per E-Mail Auskunft.

 

Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise?
Vielleicht haben Sie Anspruch auf Leistungen?

  • Grundsicherung (Arbeitslosengeld I oder II)
  • Wohngeld und/oder Notfall- Kinderzuschlag, Bafög oder ähnliches.

Können Sie aufgrund der Corona-Pandemie Ihre Miete nicht bezahlen?

Bevor Sie etwas anderes zahlen, zahlen Sie Ihre Miete! Das ist am Wichtigsten. 

Wenden Sie sich an die zuständige Bezirkliche Fachstelle für Wohnungsnotfälle, wenn Sie Probleme mit der Zahlung Ihrer Miete haben.

 https://www.hamburg.de/fachstellen-wohnungsnotfaelle/

Für Selbständige
Hier finden Sie Informationen zu den finanziellen Hilfen der Bundesregierung:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/info-unternehmen-selbstaendige-1735010

 

Insolvenzantragspflicht wird ausgesetzt

Gilt nur für überschuldete Unternehmen

Diese Verlängerung soll nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Denn anders als bei zahlungsunfähigen Unternehmen bestehen bei überschuldeten Unternehmen Chancen, die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Unternehmen, die zahlungsunfähig sind, können dagegen ihre fälligen Verbindlichkeiten bereits nicht mehr bezahlen. Um das erforderliche Vertrauen in den Wirtschaftsverkehr zu erhalten, sollen diese Unternehmen daher nicht in die Verlängerung einbezogen werden.

Die Aussetzung der Antragspflicht ist nun bis zum 31. April 2021 verlängert. Ein entsprechendes Gesetz ist in Kraft getreten.
Quelle:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/insolvenzaussetzungsgesetz-1781394

Steuerschulden Finanzamt
Das Bundesfinanzministerium hat mit den Finanzverwaltungen der Bundesländer die beiden ersten "Corona-Erlasse" abgestimmt:

  • Stundung von Steuerzahlungen: Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise unmittelbar und nicht unerhebliche wirtschaftliche Schäden erleiden (im Folgenden von der Corona-Krise Betroffene), könnenab sofort, längstens bis zum 30. Juni 2021 Anträge auf eine - im Regelfall zinsfreie - Stundung von bereits fälligen oder bis zum 30. Juni 2021 fällig werdenden Steuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer) stellen. Die Steuern können im vereinfachten Verfahren längstens bis zum 30. September 2021 gestundet werden. Hierbei werden keine strengen Anforderungen an die Darstellung der Voraussetzungen für die Gewährung einer Stundung gestellt, wenn ein Bezug zur Corona-Krise erkennbar ist.
  • Anpassung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Haben Sie Angestellte? Könnte Ihnen Kurzarbeitergeld helfen?
    https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/Rund ums Arbeitslosengeld II
  • Die Corona Soforthilfe ist unpfändbar! laut Beschluss vom Bundesfinanzhof vom 9.7.2020, Az. VII S 23/20 (AdV). Die vollständige Entscheidung kann auf der Homepage des Bundesfinanzhofs eingesehen werden.
  • Quelle: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/welche-weiteren-erleichterungen-gibt-es-fuer-unternehmen-im-hinblick-auf-steuerzahlungen--19656
  • Weiterbewilligungsbescheid – sofern keine Änderungen eingetreten sind – wird ab 1.5.2020 für weitere 12 Monate automatisch erstellt.
  • Einen Antrag auf ALG II kann vereinfacht online gestellt werden:Melden Sie sich sofort arbeitssuchend, wenn Sie Ihre Kündigung erhalten haben. Das geht online über die eServices.
  • https://www.arbeitsagentur.de/informationen-bezug-leistungen
  • Änderungen der eigenen Verhältnissen sind weiterhin an die Jobcenter zu melden.
  • Kurzarbeitergeld gilt als Einkommen und wird entsprechend angerechnet.
  • Mehrbedarf wegen häuslicher Quarantäne gibt es nicht.

Kinderzuschlag:

Vielleicht haben Sie Anspruch auf Kinderzuschlag?

https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderzuschlag-anspruch-hoehe-dauer

Studieren Sie?
Wenn sich Ihre finanzielle Situation verändert hat: Stellen Sie gegebenenfalls erstmalig einen Antrag auf Leistungen nach dem BAföG oder bitten Sie um eine Neuberechnung der Leistungen nach dem BAföG (Aktualisierungsantrag).

Zudem gibt es Möglichkeiten einer Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen:

https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zur-ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende-11509.html

Studierende können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen beantragen. Es ist zwar derzeit zinsfrei, jedoch gilt ab dem 01.04.2021 dann wieder der reguläre Zinssatz.

https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung#1478910489384

 

Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gern per e-Mail oder Telefon bei uns.