Neue Unterstützerin: Diakonie Hamburg | Diakonisches Werk Hamburg
Diakonie Hamburg
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Charta zur Betreuung Sterbender
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Neue Unterstützerin: Diakonie Hamburg

Lupe Diakonie-Referentin Anne Hansen und Landespastor Dirk Ahrens bei der Unterzeichnung der Charta am 26.11.2020

Das Diakonische Werk Hamburg unterstützt die Ziele der Charta und will mit der Zeichnung am 26.11.2020 ein Signal setzen. Die Unterzeichnung ist das Bekenntnis, sich den Zielen der Charta im Wortsinne zu verschreiben.  Der Verband will seinen Mitgliedseinrichtungen Mut machen, es ihm gleich zu tun.

Gerade in diesen Zeiten sind die Ziele der Charta von besonderer Wichtigkeit und Bedeutung: Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie kann ein frühzeitiges Gespräch insbesondere mit Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen helfen, die individuelle Entscheidungsfindung für Behandlungswünsche am Lebensende zu unterstützen – auch in Bezug auf Covid 19.

Im Hinblick auf die veränderte Rechtslage zum assistierten Suizid können gut ausgebaute Strukturen der  Hospiz- und Palliativversorgung  dazu beitragen, Sterbewünschen in der letzten Lebensphase durch das Aufzeigen lindernder und entlastender Behandlungsoptionen zu begegnen.

Wir wollen erreichen, dass unsere Einrichtungen Orte des Schutzes und der Geborgenheit für schwerstkranke und sterbende Menschen sind, in denen eine empathische und kompetente Betreuung und Begleitung stattfindet. Ganz gleich, ob stationäre Einrichtungen oder ambulante Dienste.

Dabei geht es nicht darum, dass die Charta-Ziele bereits umgesetzt wurden. Nein, es geht darum, sich auf den Weg zu machen! Der fängt bei uns selbst an, bei unserer eigenen Auseinandersetzung mit Sterben und Leid. Und geht weiter mit der Entwicklung eines Bewusstseins für die Bedürfnisse sterbender Menschen sowie der Einnahme einer zugewandten Haltung gegenüber den schwierigen Themen am Lebensende. Von diesen ersten und wichtigen Schritten geht alles andere aus. Wir können unsere Arbeit nur dann im Sinne der betroffenen Menschen machen, wenn wir unser auf diesen Menschen gerichtetes Handeln als Person und Institution abstimmen und kontinuierlich reflektieren.

Mit dieser hospizlichen Haltung und dem Willen zur Tat stellen wir uns gemeinschaftlich den Herausforderungen auf diesem Weg. Der Aufbau und die Beibehaltung palliativer Kompetenz ist ein fortlaufender Prozess, der nie abgeschlossen sein wird. Doch es ist ein äußerst lohnender Prozess für alle Beteiligten, der Ängste und Vorurteile nehmen, dafür jedoch Nähe und Trost geben kann.

Machen Sie sich mit uns gemeinsam auf den Weg im Geiste der Charta!