Diakonie Hamburg
AMIF-Projekt: "Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort"
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Diakonie Hamburg zeichnet mit Lotto King Karl Ideen für einen Stadtteil für alle aus

Lupe Die Jury (oben) mit den glücklichen Preisträgern. Foto: Simone Friese

Was braucht es, um die Stadtteile interkulturell offener und besser für alle zu machen? Mit dieser Fragestellung hat das Projekt „Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“ des Diakonischen Werks Hamburg einen Wettbewerb ausgeschrieben: „Ideen für einen Stadtteil für alle“. Aus insgesamt 24 eingereichten Ideen hat eine unabhängige Jury die sechs besten ausgewählt. Diese wurden im Rahmen einer Preisverleihung am Donnerstag, 3. November 2016 ausgezeichnet. Die Diakonie Hamburg unterstützt die Gewinner bei der Umsetzung ihrer Ideen organisatorisch und finanziell. Das Projekt wird dabei aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF) kofinanziert.

Manuel Rakers, Projektleiter „Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“ des Diakonischen Werks Hamburg: „Das Diakonische Werk Hamburg wollte mit dem Ideenwettbewerb allen Hamburgern die Möglichkeit bieten zu zeigen, wie interkulturell offen sie sein können. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, etwas für Menschen mit Migrationshintergrund im eigenen Stadtteil zu tun. Wir sind froh, die tollen Ideen mit den Gewinnern umsetzen zu dürfen.“

Das Projekt „Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“ fördert Prozesse der interkulturellen Öffnung auf der Ebene der Gemeinwesenarbeit. Die sechs Gewinner-Projekte fördern auf ganz unterschiedliche Art und Weise Interkultur und Zusammenleben in ihrem Stadtteil und geben Impulse für vielschichtige Vernetzungen:

  • „Bitte weitersagen!“ Migranten/innen mittendrin in Steilshoop fördert die interkulturelle Öffentlichkeitsarbeit des bereits bestehenden Guten Morgen-Telefons. Das Ziel ist, mehr Menschen mit Migrationshintergrund sowohl für den Nutzen dieses Angebots als auch für die engagierte Mitarbeit zu begeistern.
  • Das Gemeinschaftsprojekt Wunschbaum Neuallermöhe 2017 von KulturA - Kulturzentrum Neuallermöhe und kifaz neuallermöhe errichtet mit dem Wunschbaum ein wandelbares, interaktives Denkmal, das dem Erleben von Migration, Flucht, Abschiebungen und vielfältigem Zusammenleben eine Ausdrucksform bietet. Veranstaltungen ergänzen den Einbezug des Themas in den Alltag.
  • Die Ev. Kita Georg-Raloff-Ring in Steilshoop schafft aufgrund der Erfahrungen mit ihrer kulturell vielfältigen Kinderschar eine Interkulturelle Rucksack-Bibliothek an. Die mehrsprachigen Bilderbücher fördern sowohl die Sprachentwicklung der Kita-Kinder als auch das interkulturelle Zusammenleben. Mehrsprachigkeit rückt dadurch in den Fokus.
  • Der Chor zur Welt der Kirchengemeinde St. Katharinen singt unter der Leitung des syrischen Musikers Hussein Atfa Lieder aus aller Welt – mit Hamburger Sängerinnen und Sängern aus aller Welt. Über die allen gemeinsame Sprache der Musik finden Begegnungen und Austausch statt, der sowohl der Gemeinde neue Perspektiven als auch neuen Mitgliedern den Zugang eröffnet.
  • Der Jugendclub Mittendrin bringt mit dem Projekt Meiendorf blüht auf – NAchbarschaftsgarten MEIendorf junge und alte, alteingesessene und neu hinzugezogene Menschen zusammen. In einer alltäglichen und positiven Situation schaffen Gartenbegeisterte ein sinnvolles Miteinander im Stadtteil und damit vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe.
  • Die AG zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Zugewanderten in Wilhelmsburg trägt mit Nachbarschaften Wilhelmsburg in Kooperation mit bereits bestehenden Angeboten zu einem „Stadtteil für alle“ bei. Insbesondere zugewanderte Menschen leben dort in oft extrem schwierigen Verhältnissen. Durch genauere Kenntnisse, adäquate Angebote und Kontaktmöglichkeiten zu den „Einheimischen“ können mehr Brücken entstehen. 

Hintergrund:
Das Projekt „Türen öffnen – Vielfalt leben“ des Diakonischen Werks Hamburg unterstützt Einrichtungen dabei, ihre Angebote so ihrem interkulturellen Umfeld anzupassen, dass sie von allen Menschen im Stadtteil genutzt werden. Der Ideenwettbewerb ist ein Weg die Interkulturelle Öffnung (IKÖ) von Institutionen zu fördern.
Interkulturelle Öffnung (IKÖ) verstehen wir als einen gezielten Prozess der Organisations- und Personalentwicklung, der Menschen mit Migrationshintergrund Zugang zu den Angeboten einer Einrichtung erlangen. Grundlage ist die Erkenntnis, Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit als Gleichwertig anzuerkennen

Veröffentlicht am 3. November 2016