Diakonie Hamburg
AMIF-Projekt: "Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort"
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Doing Diversity – Integration und Vielfalt im Gemeinwesen

AMIF Abschlussveranstaltung

Lupe

Unter dem Titel „Doing Diversity – Integration und Vielfalt im Gemeinwesen“ fand am 24. + 25.04.2018 der Abschluss des AMIF Projekts „Türen öffnen -  Vielfalt leben vor Ort“ in Hamburg statt. An beiden Tagen waren die Säle gefüllt und ca. 120 Personen folgten jeweils den Ausführungen der Referent*innen.

Tag 1 - Abendgespräch

Den Auftakt gab es in den Hamburger Kammerspielen, in denen der Hamburgische Landespastor, Dirk Ahrens, die Gäste mit einem Vortrag begrüßte. Herr Ahrens sprach über unsere pluralistische Gesellschaft. Wer gehört alles zu dieser Gesellschaft und sollte Gehör finden? Wer möchte, wen am liebsten ausschließen, aber warum kann dies nicht die Lösung sein?

In der anschließenden Pause heizte die Kingstylez Crew aus dem Jugendkunsthaus, die Esche, dem Publikum gehörig ein. Der künstlerische Leiter, Christian „Beat Boy“ Delles, lieferte die Definitionen zum den Breakdance Move der jungen Tänzer*innen und klärte das Publikum über die Hip Hop Kultur auf, während er selbst auch etwas aus seinem Repertoire zum Besten gab.

Nachdem alle Zuschauer*innen ihre Plätze wieder eingenommen hatten, folgte der Hauptvortrag des Abends. Mark Terkessidis, Journalist sowie Autor und Migrationsforscher, stellte dem interessierten Publikum seinen „Vielheitsplan“ vor. Der Vortrag beschäftigte sich mit dem Einwanderungsland Deutschland und der Entwicklung hin zu diesem. Gespickt mit Beispielen und Anekdoten fiel es leicht, Herrn Terkessidis zu folgen. Ähnliche Vorträge findet man auch hier:

Vortrag Kulturagenten Hamburg am 24.06.2018

Vortrag SPÖ am 31.10.2016

Den Abschluss des Tages bildete das Podiumsgespräch mit eben jenem Mark Terkessidis und Özlem Nas, der Bildungsbeauftragten der Schura Hamburg. Beide sprachen sich dafür aus, Menschen mit Migrationshintergrund in professionelle und verantwortungstragende Positionen zu bringen. Organisationen sollte dabei geholfen werden, ihre Strukturen entsprechend interkulturell zu öffnen.

Tag 2 - Fachtag

Den zweiten Tag der Abschlussveranstaltung eröffnete Gabi Brasch, Vorstand des Diakonisches Werk Hamburg, mit einer Rede über den interkulturellen Öffnungsprozess im eigenen Haus. Die Gäste im Gemeindesaal der St. Michaelis Gemeinde erfuhren auch etwas über die besondere Rolle der Diakonie in der Gemeinwesenarbeit.

Den ersten der beiden darauffolgenden Themenblöcke eröffnete Nico Schröder, Fachamtsleiter Sozialraummanagement des Bezirksamtes Hamburg Nord. Sein Vortrag beschäftigte sich mit der Organisationsentwicklung im Bezirkamt. Herr Schröder beschrieb die notwendigen Schritte auf dem Weg zur Interkulturellen Öffnung mit anschaulichen Beispielen und auch Hinweisen auf mögliche Stolpersteine. Frau Dr. Korinna Heimann, Fachbereichsleiterin Migration und Frauensozialarbeit des Diakonischen Werkes Hamburg ergänzte den Vortrag aus Sicht der Migrationsfachdienste.

Im zweiten Themenblock zum Thema Empowerment in der Gemeinwesenarbeit konnten die Gäste den Ausführungen von Prof. Dr. Günter Rausch, von der evangelischen Hochschule Freiburg, zuhören. Herr Rausch legte sein Augenmerk u.a. auf die Begegnung von Menschen und die Räume, die dafür geschaffen werden müssen. Der anschließende Beitrag von Sidonie Fernau, Der Paritätische Hamburg, Stabsstelle Diversität und Migration, schloß sich den Ausführungen von Herrn Rausch an und beschäftigte sich mit dem Empowerment von Migranten(selbst)organisationen. Welche professionellen Strukturen braucht es, um die Teilhabermöglichkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern?

Während des zweiten Tages präsentierten sich auch die Gewinner des Hamburger Ideenwettbewerbs „Ideen für einen Stadtteil für alle“ mit den Ergebnissen ihrer Arbeit und standen für Fragen zur Verfügung.

www.diakoniehh.de/superidee

Die gesamte Veranstaltung fand unter der Regie der drei AMIF Projektpartner aus Baden, Hamburg und Schleswig-Holstein statt. Alle Kolleginnen und Kollegen aus den drei Diakonischen Werken bedanken sich für die gute Zusammenarbeit während der drei Projektjahre und für die Hilfe bei der Durchführung der Abschlussveranstaltung. Ohne die Kooperationspartner und Helfer wäre die Arbeit im Projekt nicht so erfolgreich gewesen.