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„Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ protestiert gegen Wohnungsnot und fehlende Unterkünfte für Obdachlose

Lupe Protest vor der Hamburger Sozialbehörde (Foto: Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot)

Unter dem Motto „Wohnungen für Obdachlose - sofort!“ hat das Hamburger Aktionsbündnis vor der Sozialbehörde protestiert, da mit dem Ende des Winternotprogramms rund 900 Obdachlose wieder auf der Straße stehen. Das Bündnis forderte die Politik auf, den Kampf gegen Wohnungslosigkeit zum Schwerpunkt zu machen.

Die Pressemitteilung des „Hamburger Aktionsbündnisses gegen Wohnungsnot“:

Freien Zugang in überlebenssichernde Hilfen für alle auf der Straße lebende Menschen, eine ausreichende Zahl von Unterkünften und eine deutliche Verbesserung der Vermittlung in Wohnungen - das waren Kernforderungen, die das Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot heute bei einer Aktion vor der Sozialbehörde aufgestellt hat. Zum Ende des Winternotprogramms fordert das Aktionsbündnis, dass der Kampf gegen Wohnungslosigkeit Schwerpunkt der Politik des Senats werden muss.

Etwa 900 Menschen fanden jede Nacht im Winternotprogramm ein Obdach, diese werden ab 1. April zu den vielen anderen Wohnungslosen stoßen, die den ganzen Winter über ohne jede Unterkunft draußen ausgeharrt hatten. „Schätzungsweise 2.000 Menschen müssen dann in Hamburg schutzlos auf der Straße schlafen, dazu kommen etwa 12.000 Menschen, die in Unterkünften nur notdürftig untergebracht sind und dringend eine Wohnung brauchen“, sagte Bettina Reuter vom Aktionsbündnis. „Die Wohnungslosigkeit steigt weiter, die Stadt muss sofort handeln: Wir brauchen dringend ausreichend Wohnraum und ausreichend Unterbringungsplätze für die Menschen, die in Hamburg auf der Straße leben!“, so Bettina Reuter weiter.

An die Politik richtet sich der dringende Appell, im nächsten Winter anders als in der abgelaufenen Saison das Winternotprogramm wieder offen für alle Menschen in Not zu gestalten und einen niedrigschwelligen und anonymen Zugang zu gewährleisten. Denn dies ist rechtlich und humanitär geboten.
Die Sozialbehörde hat für dieses Jahr zusätzliche 1.500 Unterbringungsplätze zugesagt, diese müssen schnell zur Verfügung gestellt werden, um obdachlosen Menschen Schutz zu bieten.

Kontakt für Rückfragen
Bettina Reuter
Ambulante Hilfe Hamburg e.V.
Telefon: 040 389732 und 0171 11 55 731
bettina.reuter@wohnungslose.de

Das „Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot“ besteht aus Trägern der Wohnungslosenhilfe der freien Wohlfahrtpflege:
Ambulante Hilfe Hamburg e.V., basis & woge e.V., Bodelschwingh-Haus-Ev.-Luth. Kirchenkreis HH-Ost, Caritasverband für Hamburg e.V., Diakonisches Werk Hamburg e.V., Die Heilsarmee-Jakob-Junker-Haus, Die Mission-Künstlerische Maßnahmen gegen die Kälte e.V., Hamburger Fürsorgeverein von 1948 e.V., Herz As gGmbH, Hinz & Kunzt gGmbH, Hude, Integrationshilfen e.V., Jugendhilfe e.V., Kemenate Frauen Wohnen e.V., Mook Wat e.V., Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hamburg-Altona, Verein für Soziale Hilfe e.V.

Veröffentlicht am 30. März 2017