Diakonie Hamburg
AnDOCken – Ärzte für Menschen ohne Papiere
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Papierlos heißt nicht rechtlos – über das Projekt

Lupe

„Illegal“ in Hamburg: Das betrifft inzwischen bis zu 22.000 Menschen. Die Migrantinnen und Migranten kommen aus Afrika, Südamerika und aus den EU-Anrainerstaaten. Es sind oft Erwachsene, die in der Schattenwirtschaft in Hamburg arbeiten.
Benötigen die Frauen und Männer ärztliche Versorgung, gehen sie erfahrungsgemäß nicht zu Ärzten oder ins Krankenhaus, aus Angst entdeckt und abgeschoben zu werden.

Deshalb hat das Diakonische Werk Hamburg AnDOCken – Ärztliche und Soziale Hilfe für Menschen ohne Papiere gegründet. Hier wird den Menschen eine hausärztliche und gynäkologische Erstversorgung unter Zusicherung Ihrer Anonymität angeboten.

Soziale Beratung kann helfen – ohne Papiere heißt nicht ohne Rechte

AnDOCken bietet die hilfreiche Kombination aus medizinischer Versorgung und sozialrechtlicher Beratung für Menschen, die „illegal“ in Hamburg leben. Neben der ärztlichen Versorgung ist es uns wichtig, dass die Menschen, die zu uns kommen, erfahren, welche Rechte und Möglichkeiten sie haben, damit sie ihr Leben in Unsicherheit und Angst überwinden können. Deshalb wird unser Team ergänzt durch eine Sozialberaterin, die unsere Patienten berät und unterstützt bei den dringenden Fragen zu Aufenthaltsstatus und Krankenversicherung. Die Nachfrage nach dieser Beratung hat sich im letzten Jahr verdreifacht.

Alle Unterstützungsangebote von AnDOCken sind anonym, vertraulich und kostenlos – finanziert aus Spenden.

Seit 2018 wird die Praxis Andocken des Diakonischen Werkes Hamburg zudem durch die SKala-Initiative gefördert. SKala ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus PHINEO. SKala fördert bis 2020 etwa 100 gemeinnützige Organisationen. Unterstützt werden ausschließlich Organisationen, die gegenüber PHINEO eine große soziale Wirkung nachgewiesen haben.


Medienecho

Unter dem Titel "Leben im Schatten-Gesundheitssystem?" widmete sich NDR Info in der Sendung "Das Forum" am 10. November 2014 der schwierigen medizinischen Versorgung von Menschen, die "illegal" in Hamburg leben, und stellte auch AnDOCken vor.

In der Sendung "Kirchenleute heute" vom 16. August 2014 auf NDR 90,3 berichtete Dr. Teresa Steinmüller im Gespräch mit Yared Dibaba über die Arbeit von AnDOCken.