Diakonie Hamburg

Veranstaltung

Kolumbien: Kartographie der Verschwundenen

Lateinamerikatage am 22. Oktober 19.30 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus

Lupe Die Kartierung der Verschwundenen hilft bei der Suche und Aufarbeitung.

Eine der grausigsten Hinterlassenschaften der lateinamerikanischen Militärdiktaturen seit den 1970er Jahren ist die Politik des „Verschwindenlassens“. In Kolumbien, in dem jahrzehntelang ein Bürgerkrieg herrschte, geht die Generalstaatsanwaltschaft über 50.000 Verschwundenen aus. 2016 begannen Freiwillige der Menschenrechtsorganisation Human Rights Everywhere (HREV) mit der Erforschung der Kartierung der Verschwundenen, die anschließend in einem Atlas grafisch aufbereitet wurde, um damit die Angehörigen und ihre Organisationen zu unterstützen.

Erik Arellana Bautista, Journalist, Dichter und Aktivist ist der Sohn von Nydia Erika Bautista, die am 30. August 1987 gewaltsam verschwand, und Fidel Mingorance, Aktivist und Verantwortlicher bei Geoactivismo.org, werden die unter desaparicionforzada.com dokumentierten Ergebnisse vorstellen. Mittlerweile gibt es 176 Karten, die nach Geographie, Sektoren oder Themen geordnet Aufschluss über die Untersuchungsergebnisse geben. Davon wurden 72 Karten als Buch veröffentlicht: unter dem Titel Cartografía de la Desaparición Forzada en Colombia. Relato (siempre) incompleto de lo invisibilizado (Kartographie des gewaltsamen Verschwindenlassens in Kolumbien. (Immer) unvollständige Erzählung des unsichtbar Gemachten).

 

Startdatum: Dienstag, 22. Oktober 2019, 19:30 Uhr
Enddatum: Dienstag, 22. Oktober 2019, 21:30 Uhr
Veranstaltungsort:

Dorothee-Sölle-Haus


Straße:

Königstraße 54


PLZ:

22767


Stadt:

Hamburg


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Kooperationspartner: pbi, RLS, Brot für die Welt, gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg