Diakonie Hamburg
Flüchtlinge in Hamburg
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Ehrenamt braucht auch Fachwissen

Flüchtlingslotsen begleiten und unterstützen

Lupe

Ohne Ehrenamtliche wäre der große Andrang von Flüchtlingen kaum zu bewältigen. In nahezu allen Unterkünften für Flüchtlinge organisieren engagierte Ehrenamtliche Kleiderkammern, Deutschkurse, Sport- und Freizeitangebote. Außerdem begleiten sie zu Behörden oder Ärzten. Denn: Flüchtlinge kennen sich oft nicht gut aus, sind unsicher, welche Stelle zuständig ist oder haben einfach Angst vor Terminen auf Grund von Erfahrungen im Herkunftsland.

Ehrenamtliches Engagement ohne entsprechende Anleitung/Qualifikation kommt schnell an seine Grenzen, wenn Behördentermine in der Ausländerbehörde oder im Jobcenter stattfinden. Um hier gezielt unterstützen zu können, startete das Diakonische Werk Hamburg im Mai 2015 das Projekt „Flüchtlingslotsen“.

„Flüchtlingslotsen“ lernen zum Beispiel die beteiligten Behörden und wichtige Beratungseinrichtungen kennen. Außerdem gibt es eine Einführung ins Asylrecht und Sozialrecht, Informationen zu Leistungsansprüchen und zum Arbeitsmarktzugang. Besonders wichtig ist es dabei zu erkennen, an welcher Stelle professionelle Beratung und Intervention wichtig sind.

Das Projekt Flüchtlingslotsen wird komplett aus Spenden finanziert. Das Referat „Migration und Asyl“ im Diakonischen Werk Hamburg wird dafür durch eine in der Flüchtlingsarbeit sehr erfahrene und gut vernetzte Honorarkraft unterstützt. Diese qualifiziert die Ehrenamtlichen, koordiniert Begleitungen und kümmert sich um den Austausch und die Vernetzung zwischen den Initiativen in verschiedenen Stadtteilen. Die Kosten belaufen sich derzeit auf rund 1.500 Euro/Monat.

Steigende Flüchtlingszahlen und neue Anforderungen an Begleitungen, z.B. die Unterstützung bei der Job-Suche oder Wohnungssuche, erfordern eine Weiterentwicklung und Ausweitung dieses erfolgreichen Projektes. Um dies leisten zu können, benötigen wir dringend weitere Spenden.