Diakonie Hamburg
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Pressemeldung

Wo sozial drauf steht, muss auch sozial drin sein

Lupe

Investoren, die sich um öffentliche Grundstücke bewerben, müssen sich verpflichten, dauerhaft Menschen in akuter Wohnungsnot (so genannte vordringlich Wohnungssuchende) mit Wohnraum zu versorgen. Das fordert das Diakonische Werk Hamburg heute anlässlich der Veröffentlichung der Senatspläne für eine soziale Bodenpolitik. Diakonie Vorstandsmitglied Gabi Brasch: „Angesichts der akuten Wohnungsnot in Hamburg muss der Senat sehr viel mehr Druck machen. Die Wohnungswirtschaft kommt ihrer sozialen Verantwortung nicht annähernd nach. In den letzten vier Jahre sind gerade mal 40 Wohnungen für Wohnungsnotfälle gebaut worden. 1.200 waren versprochen.“

Die Diakonie fordert auch, dass soziale Investoren, die gezielt und ausschließlich für Wohnungsnotfälle bauen, nicht mehr bei der Grundstücksvergabe ausgebremst werden. Brasch weiter: „Es ist ja nicht so, als würde es in dieser Stadt keine sozial engagierten Bauherren geben. Da ist es schon verrückt, wenn deren Projekte daran scheitern, dass sie von der Stadt keine Grundstücke bekommen“.

Rund 12.000 Haushalte sind in Hamburg als „vordringlich wohnungssuchend“ anerkannt und gelten somit als Wohnungsnotfälle. Diese Menschen brauchen jetzt und sofort eine Wohnung. Die Kampagne #einfachwohnen von Diakonie, Caritas, STATTBAU und Mieter helfen Mietern fordert daher eine soziale Neuausrichtung der Wohnungspolitik als Ganzes, insbesondere eine direkte Versorgung aus dem real existierenden Wohnungsbestand.

Weitere Infos auf: https://www.einfachwohnen-hamburg.de/

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Dirk Hauer, Leiter des Fachbereiches Migration und Existenzsicherung im Diakonischen Werk Hamburg, unter 040 / 30620-367 oder 0160 / 88 63 629  gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2019