Diakonie Hamburg
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Abend der Begegnung 2015

Von der Pflege im Quartier und der "Gemeindeschwester 4.0"

Lupe Rund 400 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft kamen im Foyer der HanseMerkur-Versicherung zusammen.

Mit einem Vortrag zur quartiersbezogenen Pflege gab Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks einen Impuls beim Abend der Begegnung der Diakonie am Mittwochabend. „Selbstbestimmung, Menschenwürde und Inklusion sind zentrale Ziele der Pflegepolitik. Um diesen gerecht zu werden, nehmen wir in Hamburg speziell die Quartiersorientierung und den Ausbau alternativer Wohnformen in den Fokus. Das dazu nötige Zusammenspiel von Stadtplanung und Pflegepolitik haben wir im Demographiekonzept Hamburg 2030 verankert“, so die Senatorin.

Die Ausgestaltung in den Stadtteilen und Quartieren müsse vor Ort entwickelt werde, sagte Prüfer-Storcks. Diese Herausforderung gelte es gemeinsam mit ambulanten und stationären Pflegeanbietern, mit der freien Wohlfahrtspflege, mit Wohnungsgesellschaften und Bürgerinnen und Bürgern zu bewältigen. "Heime, Tagespflegen, ambulante Dienste können zu Trägern dieser Erneuerung werden und dazu beitragen, dass auch Pflegebedürftige solange wie möglich in ihrem Lebensumfeld verbleiben können.“

Die Senatorin dankte der Diakonie für ihren Einsatz, das Thema Demenz in Hamburg voranzubringen. Beim Abend der Begegnung war die Demenz-Musterwohnung der Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit aufgebaut. Die Gäste konnten sich hier informieren, wie sich eine Wohnung demenzfreundlich gestalten lässt.

In seiner Rede verwies Diakonie-Chef Dirk Ahrens darauf, dass die Diakonie in den Anfängen der ambulanten Pflege schon ganz nah bei den Menschen vor Ort war – mit den Diakonissen. Viele hätten das Verschwinden der Gemeindeschwestern aus den Stadtvierteln als Verlust empfunden, standen sie doch neben Professionalität für Menschlichkeit, Nähe, Vertrautheit und Geborgenheit.

Heute seien wir aufgefordert, so Ahrens, uns wieder ein Stück auf das „Alte“ zuzubewegen: "Eine gute Pflege und Versorgung im Quartier muss für die Menschen aus einer Hand kommen." Das gelte es in den nächsten Jahren weiter auszubauen. "Vielleicht unter der Überschrift 'Gemeindeschwester 4.0'?"

Beim Abend der Begegnung, dem jährlichen Empfang der Hamburger Diakonie, trafen am Mittwochabend rund 400 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft aufeinander. Der Senat war neben Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks durch Sozialsenator Detlef Scheele vertreten.

Veröffentlicht am 24. September 2015