Diakonie Hamburg
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500 Jahre Reformation

Landespastor und Bischöfin: Reformation bedeutet heute auch Inklusion

Lupe Landespastor Dirk Ahrens und Bischöfin Kirsten Fehrs

Mit einem Gottesdienst für Menschen mit und ohne Behinderung eröffneten Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), und Landespastor Dirk Ahrens, Diakonisches Werk Hamburg, am Reformationstag (31. Oktober) das Jubiläumsjahr der Reformation.

Die Reformation ist nach Ansicht von Bischöfin Kirsten Fehrs eine bleibende Aufgabe für die Kirche. „Reformation – das war nicht nur ein geradliniger und wortgewaltiger Luther gestern. Das ist auch die hoffentlich wache Zeitgenossin Kirche heute“, sagte sie im Reformationsgottesdienst in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg, der in Anlehnung an ein Bibelwort unter dem Motto „Macht Bahn – räumt die Steine weg“ stand. Die Reformation sei ein guter Anknüpfungspunkt für den Inklusionsgedanken, sagte die Bischöfin. „Luthers Glaube, dass die Gnade des Schöpfers ausnahmslos allen gilt, ist inklusiv bis zum Letzen.“

Landespastor Ahrens sagte in der Predigt: „Als Kirche und Diakonie haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir versuchen unsere Angebote in Kitas, Jugendhilfe und Kirchengemeinden, Diensten und Werken inklusiv zu gestalten. Wir haben ein Netzwerk „Kirche inklusiv“ gegründet und wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe miteinander leben können. Dies ist ein zentrales unverzichtbares Thema von Kirche. Und insbesondere der lutherischen Kirche.“ Seine Vision für die Zukunft sei eine Kirche „ohne Stolpersteine für Sehbehinderte und Stufen vor Rollstuhlfahrern.“

Musikalisch und thematisch wurde der Gottesdienst von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gestaltet. Dabei trat unter anderem der Popchor „Sounddrops“ auf, in dem Musiker mit und ohne Handicap gemeinsam singen. Nach dem Gottesdienst fand ein Empfang statt, in dem auch Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard ein Grußwort sprach. Die Wortbeiträge in und nach dem Gottesdienst wurden von Gebärdendolmetschern übersetzt.

Der Festgottesdienst ist der Auftakt für die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum in Hamburg. Vom 31. Oktober 2016 bis zum 31. Oktober 2017 wird in zahlreichen Veranstaltungen, Gottesdiensten, Ausstellungen und Theateraufführungen des Thesenanschlags Martin Luthers am 31. Oktober 1517 in Wittenberg und seiner Wirkung gedacht. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, in deren Verlauf auch die evangelischen Kirchen entstanden.

Informationen zur Reformation in Hamburg und zu weiteren Veranstaltungen finden sich unter www.hamburger-reformation.de.