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Pressemeldung

Diakonie Hamburg begrüßt die Empfehlungen der Enquete-Kommission „Kinderrechte und Kinderschutz stärken“

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Das Diakonische Werk Hamburg begrüßt die Empfehlungen der Enquete-Kommission „Kinderrechte und Kinderschutz stärken“. Dies gilt besonders für das zentrale Thema der Kommission, die „Einhaltung von Regeln“: Nach mehreren Todesfällen von Kindern in Hamburg wurden die Regelwerke für die Jugendämter und die Träger der Jugendhilfe verschärft und stärkere Kontrollen der Familien eingeführt. Dies hatte die unbeabsichtigte Nebenwirkung, dass es für die Sozialarbeitenden schwieriger wurde, das Vertrauen der betroffenen Familien zu gewinnen. Die Kommission empfiehlt deshalb, bei der Anwendung von Regeln immer die individuelle Situation der betroffenen Familie zu berücksichtigen.

Gabi Brasch, Mitglied im Vorstand des Diakonischen Werkes Hamburg: „Aus fachlicher Sicht begrüßen wir die Empfehlungen der Enquete-Kommission. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Nur wenn uns Eltern vertrauen und wir erfahren, wie die Situation in einer Familie wirklich aussieht, haben wir eine Chance, Kinder in Not auch wirkungsvoll zu schützen.“

Zwei Jahre haben die politisch Verantwortlichen und Sachverständigen in zahlreichen Anhörungen und Beratungen die Situation rund um den Hamburger Kinderschutz eingehend analysiert. Trotz unterschiedlicher politischer und wissenschaftlicher Positionen wurden die Kontroversen sachlich ausgetragen.

Gabi Brasch: „Der Kommission ist es gelungen, sich auf einen gemeinsamen Abschlussbericht zu einigen. Dies ist ein wichtiges Signal an die Bürgerschaft, die Empfehlungen zu beschließen und praktisch umzusetzen.“

Die Diakonie Hamburg setzt sich mit ihren Mitgliedseinrichtungen dafür ein, dass die Empfehlungen der Enquete-Kommission praktisch angewendet und der Kinderschutz und die Kinderrechte gestärkt werden

Hintergrund: Die Diakonie Hamburg hat die Sitzungen der Enquete-Kommission regelmäßig begleitet, an Anhörungen teilgenommen und sich mit eigenen Beiträgen beteiligt. Mit 530 Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, darunter 165 Kitas, ist die Diakonie Hamburg einer der größten Verbände in diesem sozialen Arbeitsfeld.

Für Rückfragen stehen Ihnen Claudia Zampolin, Referentin Kinder- und Jugendhilfe im Diakonischen Werk Hamburg (0151 65 91 66 74) und Martin Apitzsch, Referent Hilfen zur Erziehung Jugendhilfe im Diakonischen Werk Hamburg (0151 64 43 43 91) gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 17. Januar 2019