Diakonie Hamburg
CSR: Als Unternehmen in Hamburg helfen
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Fragen und Antworten

Wer ist die Diakonie und was macht das Diakonische Werk Hamburg? Wie kann man helfen und welche Hilfe wird genau benötigt? Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie in unseren FAQs.


Was ist die Diakonie?

Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen!
Sie versteht ihren Auftrag als gelebte Nächstenliebe und setzt sich ein für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die auf Hilfe angewiesen oder benachteiligt sind. Neben der tätigen Hilfe versteht sich die Diakonie als Anwältin der Schwachen und benennt öffentlich die Ursachen von sozialer Not gegenüber Politik und Gesellschaft.

Christinnen und Christen ist es wichtig, dass ihr Glaube nicht nur in Predigten und Gottesdiensten sichtbar wird, sondern auch in der praktischen Hilfe für den Nächsten. Dies wird in dem Begriff "Diakonie" deutlich, da er von seinem griechischen Ursprung her (diakonia) alle Aspekte des Dienstes am Nächsten umfasst.


Was macht das Diakonische Werk Hamburg?

Zum einen leisten wir konkrete und qualifizierte Unterstützung für Menschen in Hamburg, die Hilfe benötigen. Unsere Angebote richten sich an Familien, an obdachlose Menschen, an Verschuldete, Suchtkranke, Prostituierte und viele mehr. Wir bieten beispielsweise Frauen in Schwierigkeiten Zuflucht im Frauenhaus oder nehmen uns Zeit für Gespräche in unseren zahlreichen Beratungs- und Seelsorgeangeboten. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ist unsere Telefonseelsorge erreichbar.

Zum anderen vertritt das Diakonischen Werk Hamburg als Spitzenverband („Landesverband für Innere Mission e. V.“)  die Interessen von 333 Trägern, die bei uns Mitglied sind. Das Spektrum reicht von der Kita einer Kirchengemeinde bis zu großen Trägern wie der Evangelischen Stiftung Alsterdorf oder dem Rauhen Haus. Wir vertreten unsere Mitglieder in Verhandlungen mit Staat und Kostenträgern, beraten sie in rechtlichen, wirtschaftlichen sowie konzeptionellen Fragen und bieten Fortbildungen an.


Wie finanziert sich die Arbeit?

Abhängig vom Tätigkeitsbereich finanziert sich die Arbeit aus Pflegesätzen, Mitgliedsbeiträgen, Kirchensteuern, staatlicher Unterstützung und Spenden. Der Finanzierungs-Mix ist sehr unterschiedlich: einige Arbeitsfelder bekommen gute staatliche Gelder, andere Angebote finanzieren sich zu 100 % aus Spenden, z. B. der Mitternachtsbus oder die Praxis AnDOCken. Fast alle Projekte sind auf Spenden angewiesen, weil die staatliche Finanzierung nicht alles abdeckt, um bestmöglich helfen zu können.


Wie können Unternehmen sinnvoll helfen?

Geldspenden:
Wir helfen allen Menschen in Hamburg, die Hilfe suchen. Alle unsere Angebote sind kostenlos. Einige Einrichtungen werden mit staatlichen Mitteln bezuschusst. Häufig reicht dies für qualitative und gute Arbeit aber nicht aus. Deshalb sind wir in unser Arbeit auf Geldspenden angewiesen.

 

Sachspenden:
Sachspenden helfen uns dann, wenn wir dank der Spende Geld sparen, oder wenn wir Produkte an Menschen, die Hilfe benötigen, weitergeben können. Die obdachlosen Menschen oder Patienten in unserer Praxis AnDOCken benötigen z. B. dringend Schlafsäcke oder Medikamente. Diese können sie sich nicht leisten. Für neue gespendete Waren und Produkte können wir meist auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Sprechen Sie uns bitte an.

 

Regelmäßig ehrenamtliche Unterstützung:
Die Arbeit mit Menschen braucht Menschen. Daher sind Personalkosten für professionelle Hauptamtliche ein großer Kostenfaktor in vielen Einrichtungen. Ergänzt und bereichert wird die Arbeit oft durch freiwilliges Engagement. Ohne freiwillig Engagierte wären viele Angebote der Diakonie nicht denkbar! Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Engagierten professionell begleitet und qualifiziert werden. Denn nur so können wir den Menschen in Hamburg bestmöglich helfen.

Ein paar Beispiele, wie Unternehmen mit anpacken oder Einblicke in die soziale Arbeit erhalten können, lesen Sie unter freiwillig engagieren.


Können Unternehmen Social Days bei der Diakonie machen?

Ein kurzfristiger freiwilliger Einsatz in einer Einrichtung ist nur unter gewissen Bedingungen möglich. Es ist oft nicht möglich, dass große Gruppen auf einmal aktiv werden. Wenn viele gleichzeitig mit anpacken und helfen wollen, muss dies sehr gut geplant und vorbereitet werden - das nimmt viel Zeit und Ressourcen in Anspruch, sowohl im Vorfeld als auch beim Einsatz. Einfacher ist es, einzelne Personen oder kleine Gruppen sinnvoll einzusetzen.

Für einen ehrenamtlichen Einsatz oder einen Social Day nehmen Sie bitte Kontakt mit Christina Maria Huber auf!


Mit welchen Kosten ist bei einer Unternehmens-Kooperation zu rechnen?

Wir freuen uns über jede Unterstützung, die unseren Projekten zukommt. Freiwilliges Engagement, Social Days und Besuche in unseren Einrichtungen bedeuten für uns jedoch einen Aufwand. Um sinnvoll und wirtschaftlich zu arbeiten, müssen wir immer wieder überprüfen, ob unser Aufwand im Verhältnis zum Ertrag des Engagements steht. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen, die einen Social Day oder einen Besuch in den Einrichtungen planen, auch ein Budget zur Verfügung haben, mit dem sie das Projekt unterstützen - damit gewährleistet ist, dass Ihr Engagement auch einen Mehrwert für das Projekt hat. 


Warum arbeitet die Diakonie vor allem mit Hauptamtlichen?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Diakonie haben grundsätzlich eine Ausbildung (z. B. Pfleger/Erzieherin) oder ein Studium (z. B. soziale Arbeit/Psychologie) abgeschlossen. Denn die Menschen, die sich hilfesuchend an die Diakonie wenden, haben sehr unterschiedliche Probleme. Es bedarf Qualifikation, Wissen und Erfahrung, um den Menschen zielgerichtet und angemessen helfen zu können.

In einigen Einrichtungen ergänzen freiwillig Engagierte die Arbeit der Hauptamtlichen. Sich bei der Diakonie zu engagieren, bedeutet Verantwortung zu übernehmen und Beziehungen mit Menschen einzugehen. Alle Engagierten werden professionell begleitet und ggf. für ihre Tätigkeit qualifiziert, das kostet Zeit und Geld. Möchten Sie sich freiwillig engagieren? Wir finden das richtige Engagement für Sie!


Werden Sachspenden benötigt?

Alle unsere Einrichtungen sind grundsätzlich mit dem Notwendigsten ausgestattet. Sachspenden wie z. B. Büromöbel helfen den Einrichtungen nur dann, wenn z. B. gerade ein Umzug ansteht und dadurch Kosten für neue Anschaffungen gespart werden. Bei Sachspenden für Hilfebedürftige sollte immer an die Empfänger gedacht werden: Omas alter Wintermantel hilft weder den Mädchen in St. Georg noch den hauptsächlich männlichen obdachlosen Menschen. Mehr zu Sachspenden finden Sie auf unserer Seite Mit Sachspenden Helfen


Wie viele Spenden brauchen die Projekte und Einrichtungen?

Die Projekte und Einrichtungen finanzieren sich sehr unterschiedlich. Hauptsächlich werden staatliche Mittel und Kirchensteuer eingesetzt – diese Ressourcen sind jedoch leider sehr begrenzt. Deshalb gibt es Projekte, die wir zu 100 % aus Spenden finanzieren müssen. Für unseren Mitternachtsbus z. B. benötigen wir jedes Jahr ca. 130.000 € an Spenden und für unsere ärztliche und soziale Praxis AnDOCken 170.000 €. Die Spieltherapie SeenlenHalt braucht hingegen „nur“ 10.000 € für die Kindergruppen. Im Jahr 2016 hat das Diakonische Werk Hamburg für die unterschiedlichen Hilfsangebote fast 1,2 Mio Euro Spenden erhalten. Fast 500.000 Euro davon für unsere Hilfsangebote für Obdachlose, wie die Straßensozialarbeit, den Mitternachtsbus (s. o.) oder die Ärztin.


Als Unternehmen möchten wir gerne ein Projekt oder Thema unterstützen, das zu uns passt!

Ihnen ist es wichtig, dass mit Ihrer Spende z. B. etwas gebaut wird? Hier gilt es zu beachten, welche Möglichkeiten es Dank der Spende gibt. Eine Spende über 5.000 € hat z. B. für Renovierungen und Umbauarbeiten in unserem Diakonie-Zentrum für Wohnungslose nur einen geringen Effekt. Die Räumlichkeiten sind groß und Renovierungen machen aus zeitlicher und finanzieller Sicht nur in größerem Umfang Sinn. 
Eine neue Schaukel für 5.000 € in unserer Kita lässt hingegen viele Kinder- und Eltern-Herzen höher schlagen.

Grundsätzlich lässt sich sagen: jedes Projekt passt zu Ihrem Unternehmen, wenn Sie mit Ihrer Spende Menschen in Not helfen. Es muss überlegt werden, welcher Effekt und welcher sinnvolle Mehrwert mit einer Spende/Budget erzeugt werden kann.


Haben Sie weitere Fragen oder möchte Ihr Unternehmen gemeinsam mit der Diakonie Menschen in Not Helfen?
Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf: Per E-Mail unter spenden@diakonie-hamburg.de oder telefonisch unter 040 30620 290. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!