Diakonie Hamburg
Wohnungslos
<< Zur Übersicht

Wohnungslosigkeit

Diakonie fordert: 2.000 Wohnungen für Wohnungslose

Lupe

Die Hamburger Wohnungsnot war das Schwerpunktthema der Hamburger Diakonie auf dem 34. Evangelischen Kirchentages: Über 2.000 Menschen besuchten die Diakonie-Kunstaktion „Hamburger Wohn-Horror“ am Jungfernstieg und erfuhren hautnah, was es bedeutet arm zu sein und keine Wohnung zu finden. Fast ebenso viele unterstützten die Kampagne „2.000 Wohnungen für Wohnungslose“, indem sie sich symbolisch im Kampf gegen die Wohnungsnot fotografieren ließen.


Diese Fotos wurden am 14. August wie versprochen von der Hamburger Diakoniechefin Annegrethe Stoltenberg im Rathaus an den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz übergeben. Landespastorin Stoltenberg appellierte an den Ersten Bürgermeister: "Wir bitten Sie dringend, Ihre Einflussmöglichkeiten auf das städtische Wohnungsunternehmen SAGA GWG wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass künftig jede 2. Neuvermietung an vordringlich Wohnungssuchende geht, also jährlich 4.500 Wohnungen. Davon sollten 2.000 Wohnungen an Wohnungslose vergeben werden." Stoltenberg weiter: "In Hamburg herrscht Wohnungsnot. Besonders trifft es Wohnungslose, Hartz-IV-Empfänger, Menschen mit Behinderungen und andere Benachteiligte. Wohnungsneubau hilft erst in vielen Jahren, doch hier und heute sind in unserer Stadt mehr als 5.000 Menschen wohnungslos: Sie leben auf der Straße, in Notunterkünften oder müssen sich jede Nacht eine neue Bleibe bei Freunden und Bekannten suchen. Die Stadt kann und muss jetzt handeln".


Die Wohnungsgesellschaft SAGA GWG gehört zu 100 Prozent der Stadt. 9.000 Wohnungen vermietet die SAGA GWG jährlich neu. Doch nur ein Fünftel geht an besonders benachteiligte Wohnungssuchende. Die Diakonie regt an, die Zahlung von Boni an die Vorstände der SAGA GWG künftig auch davon abhängig zu machen, wie stark die SAGA GWG als städtischen Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung nachkommt.
Der Erste Bürgermeister bedankte sich für das Engagement der Diakonie für Wohnungslose. Die Stadt setze auf den Neubau von Wohnungen und insbesondere auf den Bau von Sozialwohnungen. Als Bürgermeister müsse er die Interessen aller Wohnungssuchenden im Blick behalten. Zu den Forderungen der Diakonie in Bezug auf die SAGA GWG äußerte Scholz sich nicht.

Weitere Informationen und die Positionen der Diakonie finden Sie hier.