Diakonie Hamburg

Schulden aus der Coronazeit

Nutzen Sie die Unterstützungsmöglichkeiten!

Bei Fragen geben wir Ihnen gern telefonisch oder per E-Mail Auskunft.

 

Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise?
Vielleicht haben Sie Anspruch auf Leistungen?

  • Grundsicherung (Arbeitslosengeld I oder II)
  • Wohngeld und/oder Notfall- Kinderzuschlag, Bafög oder ähnliches.

Können Sie aufgrund der Corona-Pandemie Ihre Miete nicht bezahlen?

Seit dem 1. Juli 2020 müssen Sie Ihre Miete wieder pünktlich zahlen, weil die Sonderregelung zum Kündigungsschutz nicht verlängert wurde. Zuvor galt für die Monate März bis Juni ein Sonder-Kündigungsschutz.

Bevor Sie etwas anderes zahlen, zahlen Sie Ihre Miete! Das ist am Wichtigsten. 

Wenden Sie sich an die zuständige Bezirkliche Fachstelle für Wohnungsnotfälle, wenn Sie Probleme mit der Zahlung Ihrer Miete haben.

 

Für Selbständige
Hier finden Sie Informationen zu den finanziellen Hilfen im November 2020:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/info-unternehmen-selbstaendige-1735010

 

Insolvenzantragspflicht wird ausgesetzt

Gilt nur für überschuldete Unternehmen

Diese Verlängerung soll nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Denn anders als bei zahlungsunfähigen Unternehmen bestehen bei überschuldeten Unternehmen Chancen, die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Unternehmen, die zahlungsunfähig sind, können dagegen ihre fälligen Verbindlichkeiten bereits nicht mehr bezahlen. Um das erforderliche Vertrauen in den Wirtschaftsverkehr zu erhalten, sollen diese Unternehmen daher nicht in die Verlängerung einbezogen werden.

Die Aussetzung der Antragspflicht ist nun bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. Ein entsprechendes Gesetz ist in Kraft getreten.
Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/insolvenzaussetzungsgesetz-1781394#:~:text=Gilt%20nur%20f%C3%BCr%20%C3%BCberschuldete%20Unternehmen&text=Um%20das%20erforderliche%20Vertrauen%20in,Gesetz%20ist%20in%20Kraft%20getreten.

Steuerschulden Finanzamt
Das Bundesfinanzministerium hat mit den Finanzverwaltungen der Bundesländer die beiden ersten "Corona-Erlasse" abgestimmt:

  • Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen. An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind.
  • Anpassung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Haben Sie Angestellte? Könnte Ihnen Kurzarbeitergeld helfen?
    https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/Rund ums Arbeitslosengeld II
  • Die Corona Soforthilfe ist unpfändbar! laut Beschluss vom Bundesfinanzhof vom 9.7.2020, Az. VII S 23/20 (AdV). Die vollständige Entscheidung kann auf der Homepage des Bundesfinanzhofs eingesehen werden.
  • Quelle: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/welche-weiteren-erleichterungen-gibt-es-fuer-unternehmen-im-hinblick-auf-steuerzahlungen--19656
  • Im Rahmen des Zweiten Sozialschutz-Pakets wurde beschlossen, Arbeitslosengeld 3 Monate länger auszuzahlen. Das gilt für Sie, wenn Ihr Anspruch zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 geendet hat oder endet. Sie müssen in diesem Fall nichts tun, damit Sie länger Arbeitslosengeld erhalten. Ihre Arbeitsagentur informiert Sie dann per Post über die Verlängerung. Das Arbeitslosengeld erhalten Sie automatisch 3 Monate länger. https://www.arbeitsagentur.de/informationen-bezug-leistungen
  • Weiterbewilligungsbescheid – sofern keine Änderungen eingetreten sind – wird ab 1.5.2020 für weitere 12 Monate automatisch erstellt.
  • Einen Antrag auf ALGII kann vereinfacht online gestellt werden:
  • Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite Arbeitslosengeld wird länger gezahlt.
  • Änderungen der eigenen Verhältnissen sind weiterhin an die Jobcenter zu melden.
  • Kurzarbeitergeld gilt als Einkommen und wird entsprechend angerechnet.
  • Mehrbedarf wegen häuslicher Quarantäne gibt es nicht.

ZVI 4, 15.4.2020
BMJV, Gesetz zur Abmilderung der Folgen von COVID-19-Pandemie
COVInsAG

Kinderzuschlag:

Vielleicht haben Sie Anspruch auf Kinderzuschlag?

https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderzuschlag-anspruch-hoehe-dauer

Studieren Sie?
Wenn sich Ihre finanzielle Situation verändert hat: Stellen Sie gegebenenfalls erstmalig einen Antrag auf Leistungen nach dem BAföG oder bitten Sie um eine Neuberechnung der Leistungen nach dem BAföG (Aktualisierungsantrag).

Zudem gibt es Möglichkeiten einer Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen:

https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zur-ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende-11509.html

Studierende können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen beantragen. Es ist zwar derzeit zinsfrei, jedoch gilt ab dem 01.04.2021 dann wieder der reguläre Zinssatz.

https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung#1478910489384

 

Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gern per e-Mail oder Telefon bei uns.