Diakonie Hamburg
Senioren- und Pflegeheime
<< Zur Übersicht

Zahlen und Fakten

Was kostet das?

Die Kosten eines Platzes im Senioren- und Pflegeheim setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Ein Teil der monatlichen Kosten wird von der Pflegeversicherung übernommen. Der Zuschuss der Pflegeversicherung ist abhängig vom jeweiligen Pflegegrad.

Wir beraten Sie beim Ausfüllen von Anträgen und stellen den Kontakt zur Sozialbehörde her, wenn Ihre eigenen Mittel nicht ausreichen.


Was kostet es, in einem Senioren- oder Pflegeheim zu leben?

Die Kosten für einen Heimplatz setzen sich aus vier Bestandteilen zusammen:

  1. Allgemeine Pflegeleistungen
  2. Unterkunft (hier sind Betriebs- und weitere Kosten gemeint, wie Wäscheversorgung und Veranstaltungen)
  3. Verpflegung
  4. Investitionskosten (das ist vergleichbar mit der Nettokaltmiete)

Die Höhe des Gesamtheimentgelts ist abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Der von Ihnen zu bezahlenden Eigenanteil ist jedoch in den Pflegegraden 2-5 gleich hoch. Eine Ausnahme gilt für den Pflegegrad 1, für den von der Pflegeversicherung lediglich ein Zuschuss von 125 € gewährt wird.

Variabel ist jeweils die Höhe der Leistungen der Pflegeversicherung, abhängig vom Pflegegrad. Die Pflegeversicherung bezahlt einen Zuschuss, dessen Höhe von der Pflegestufe abhängt.

Der Zuschuss beträgt monatlich:

Pflegegrad 1:     Zuschuss in Höhe von 125 €
Pflegegrad 2:     770 €
Pflegegrad 3:     1.262 €
Pflegegrad 4:     1.775 €
Pflegegrad 5:     2.005 €

(Stand 1.1.2017)

nach oben

 

Müssen Sie einen Teil der Kosten selbst tragen?

Ja, Sie müssen einen Eigenanteil bezahlen. Der Eigenanteil bezieht sich auf die Investitionskosten, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie den pflegebedingten Eigenanteil. Anders als in der Vergangenheit ist der pflegebedingte Eigenanteil in den Pflegegraden 2-5 ab dem 01.01.2017 immer gleich hoch. Dies galt bisher schon für die Investitionskosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Im Pflegegrad 1 zahlt die Pflegeversicherung jedoch lediglich einen Zuschuss von 125 €. Dies führt zu einem höheren Eigenanteil im Pflegegrad 1 als in den anderen Pflegegraden. (Stand 1.1.2017)

Im Informations-Flyer "Und wo bleibt Ihr Geld?" sind die durchschnittlichen Preise eines Heimplatzes in diakonischen Senioren- und Pflegeheimen in Hamburg ab 2019 genannt: Mit Pflegegrad 1 beträgt der Eigenanteil im Schnitt 2.129 €, für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 bis 5 ist der Eigenanteil immer gleich hoch und liegt im Schnitt bei 2.255 € pro Monat.

nach oben

 

Hilft das Sozialamt (Amt für Grundsicherung) in Notlagen?

Ja, wenn Sie über ein geringes Einkommen und Vermögen verfügen, können Sie einen Antrag beim Amt für Grundsicherung stellen.

nach oben

 

Müssen sich Verwandte an Pflege- und Heimkosten beteiligen, wenn ein Pflegebedürftiger einen Antrag auf Übernahme der Restkosten beim Sozialamt (Amt für Grundsicherung) gestellt hat?

Das Amt für Grundsicherung fordert in manchen Fällen die Kinder pflegebedürftiger Personen dazu auf, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Höhe des Betrags hängt vom Einkommen und Vermögen der unterhaltspflichtigen Kinder ab.

Weitere Hinweise zu den Kosten eines Platzes in einem Senioren- und Pflegeheim finden Sie im Informations-Flyer "Und wo bleibt Ihr Geld?"

nach oben

 

Kosten der Kurzzeitpflege

Wenn Sie eine Kurzzeit- oder Verhinderungspflege in Anspruch nehmen möchten, stellen Sie für eine Kostenübernahme einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse. Die Pflegeversicherung übernimmt unabhängig von der Pflegestufe pro Kalenderjahr höchstens 1.612 Euro für maximal acht Wochen. Die Hilfe der Kurzzeitpflege kann mit noch nicht verbrauchten Mitteln der Verhinderungspflege kombiniert werden und die Leistung der Pflegeversicherung auf maximal 3.224 € erhöht werden. Auf den Monat berechnet sind die Kosten mit denen eines „normalen“ Platzes vergleichbar.

Die Einrichtungen unterstützen Sie bei der Kostenklärung.

nach oben