Ja, Sanktionen treffen immer die gesamte Bedarfsgemeinschaft.
Das bedeutet:
- weniger Lebensmittel für alle
- eingeschränkte Teilhabe für Kinder
- sofortige Verschärfung von Armut
Ab dem 01. Juli 2026 ersetzt die neue Grundsicherung das Bürgergeld. Die Reform bringt massive Verschärfungen mit sich: Darunter deutlich strengere Sanktionen bis hin zum vollständigen Wegfall des staatlichen Pauschalbetrags, der das monatliche Existenzminimum sichern soll (Regelbedarf), neue Vorgaben zur Erreichbarkeit und eine Deckelung der Wohnkosten auf das 1,5‑Fache der örtlichen Mietobergrenze.
Aus Sicht der Diakonie Hamburg birgt diese Reform erhebliche Risiken. Besonders in einer Stadt mit extrem angespanntem Wohnungsmarkt wie Hamburg drohen der Verlust der Hilfe zum Lebensunterhalt, Wohnungsverlust, Verschuldung und verdeckte Wohnungslosigkeit.
Wir zeigen, was die neue Grundsicherung konkret bedeutet – und was Hamburg jetzt braucht.
Die neue Grundsicherung übernimmt die Kosten der Unterkunft (KdU) nur noch bis zum 1,5‑Fachen der örtlichen Mietobergrenze. Gerade in Hamburg liegen die realen Mieten teils weit darüber. Die Folge: drohende Eigenanteile, steigende Schulden, erhöhtes Risiko von Räumungen und verdeckte Wohnungslosigkeit.
Hamburg hat eine der höchsten Armutsquoten Deutschlands: 19,5 % der Bevölkerung leben in Armut. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende (46,2 %), junge Erwachsene und ältere Menschen. Bei ohnehin extrem hohen Mieten führen zusätzliche Leistungsbegrenzungen schnell zu existenziellen Notlagen.
Die neue Grundsicherung verschärft diese Lage weiter:
Als Sozialträger und Interessenvertretung für Menschen in Notlagen warnt die Diakonie Hamburg vor den Folgen der neuen Grundsicherung. Drei zentrale Botschaften stehen im Mittelpunkt:
Bei der Diskussion um die neue Grundsicherung haben wir eng mit der AGFW zusammengearbeitet. Die offizielle Positionierung der AGFW Hamburg zur neuen Grundsicherung ist auf deren Website nachzulesen.
Die Diakonie Hamburg unterstützt Sie bei:
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