Diakonie Hamburg
Ausländische Abschlüsse
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Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Senator Scheele bedankt sich bei der „Zentralen Anlaufstelle Anerkennung“

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Seit Oktober 2010 berät und unterstützt die „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung (ZAA)“ im Diakonischen Werk Hamburg alle Menschen, die Fragen zur Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Abschlüsse haben, in der Max-Brauer-Allee 16 (Hamburg-Altona). Die „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ klärt mit den Ratsuchenden, welche Stelle für die Anerkennung zuständig ist, welche Unterlagen und Dokumente notwendig sind und welche Kosten entstehen.

Am Montag zog die ZAA mit einer Fachveranstaltung Bilanz. In seinem Grußwort bedankte sich Senator Scheele bei der ZAA für die wichtige Arbeit und bezeichnete die ZAA als „das Gesicht der Hamburger Willkommenskultur“.

Gabi Brasch, Vorstand Diakonisches Werk Hamburg, erinnerte an die Anfänge vor 3 Jahren: „Damals gab es noch eine komplett andere Rechtslage, einen regelrechten Anerkennungsdschungel. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung traten in der damaligen Situation fast als Pioniere auf einem noch verwaisten Gebiet auf. Dass es in Hamburg als erstem Bundesland überhaupt einen Rechtsanspruch auf Beratung im Anerkennungsprozess gab betrachten wir auch als einen Erfolg der ZAA, die durch ihr Wirken gezeigt hat, wie nötig, aber auch wie hilfreich eine unabhängige Beratung sein kann.“

Die „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ wird bislang vom Europäischen Sozialfonds und der Freie und Hansestadt Hamburg finanziert. Ab 2014 wird die Beratungsstelle alleine durch die Stadt Hamburg finanziert.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsforschung und Transfer e.V. zum Verbleib der Ratsuchenden bestätigte den großen Beratungsbedarf und die guten Ergebnisse der ZAA. So sind 75% der Ratsuchenden sehr zufrieden mit der Beratung. Mehr als zwei Drittel konnte zu einer Anerkennung oder Teilanerkennung ihrer Abschlüsse verholfen werden. Diese Gruppe ist auch geringer von Arbeitslosigkeit betroffen als die Nicht-Anerkannten.

Die ZAA hat einen „Leitfaden zur Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse in Hamburg“ erstellt. Er kann bei der ZAA bestellt werden:

Antonia Kiossova, Telefon 040 30 62 0-396, kiossova@diakonie-hamburg.de

 

Für Rückfragen steht Ihnen Michael Gwosdz, Projektleitung „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ unter Telefon 040 30 62 0-254 oder gwosdz@diakonie-hamburg.de zur Verfügung

 

Hintergrund:

Die Ratsuchenden kamen bislang aus 130 unterschiedlichen Herkunftsländern. Die meisten aus Russland, gefolgt von Polen, dem Iran, der Türkei und der Ukraine. Deutschland als Herkunftsland liegt auf Platz 9 der Beratungsstatistik, denn die „Anerkennung ausländischer Abschlüsse“ betrifft auch Deutsche, die für das Studium oder die Ausbildung ins Ausland gingen und jetzt wieder zurückkehren.

Jeder vierte Abschluss, zu dem die ZAA beriet, war ein pädagogischer Abschluss. Weitere  10 Prozent waren Gesundheitsberufe wie Krankenpfleger/in. Zwei Drittel der Ratsuchenden waren Frauen.