Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Wohnungsnot: Nicht nur am Runden Tisch sitzen, sondern jetzt handeln

SPD und Grüne bringen am kommenden Donnerstag den Antrag „Sofortprogramm zur Versorgung von vordringlich Wohnungssuchenden“ in die Hamburger Bürgerschaft ein. Geplant ist ein Runder Tisch, bestehend aus Fachbehörden, Senatskanzlei, Sozialverbänden, Bauträgern und Stiftungen. Die Hamburger Diakonie wird sich am Runden Tisch beteiligen. Sie sieht den Senat jedoch weiter in der Verantwortung, den Menschen in Wohnungsnot sofort zu helfen. Gabi Brasch, Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: „Die geplanten Maßnahmen sind ein kleiner Anfang und der Runde Tisch ist sicher wichtig für neue Ideen und Kooperationen. Zuerst sollte der Senat jedoch die Vorschläge, die es schon lange gibt, umsetzen. Dazu braucht er keinen runden Tisch, sondern den Willen zum Handeln.“  

Bereits vor einem halben Jahr hatte eine Arbeitsgruppe mit ähnlicher Zusammensetzung wie der geplante Runde Tisch einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt, der sofort vom Senat entschieden und umgesetzt werden kann. Als konkretes Ziel schlug die Arbeitsgruppe dem Senat die Halbierung der Zahl der unversorgten, anerkannt vordringlich Wohnungssuchenden in den nächsten fünf Jahren vor.

Veröffentlicht am 8. Juni 2015