Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Welternährungtag: Aktion "Teilt das Brot"

Lupe

Am Welternährungstag machte Brot für die Welt in Hamburg mit der Aktion „Teilt das Brot“ auf den Hunger in der Welt aufmerksam. Prominente aus Kirche, Wirtschaft und Politik in Hamburg engagierten sich in der Ottensener Fußgängerzone und verteilten Brot.

"Brot ist ein Grundnahrungsmittel. Es ist mir unverständlich, dass sich die Verteilung von Lebensmitteln seit 50 Jahren nicht wesentlich verändert hat und so viele Menschen weltweit hungern". Mit dieser klaren Begründung unterstützt der Bäcker Thomas Effenberger die Aktion.
Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer eröffnete mit einer Botschaft: "Wir müssen uns im Leben immer wieder neu entscheiden. Die Entscheidung für gutes, regionales Brot ist eine Entscheidung für achtsamen Konsum. Denn mit unserem Konsum können wir die Lebenssituation von Menschen in anderen Teilen der Welt verbesseren und ein Zeichen setzen gegen Hunger: Weniger Fleisch, weniger Auto fahren, weniger Lebensmittel in den Müll.
Die Bürgerschaftsabgeordnete Katharina Fegebank ergänzt: "Hamburg hat die höchste Millionärsdichte und gleichzeitig auch so arme Stadtteile. Es macht mich fassungslos, wenn ich bei Besuchen in Kindergärten erfahre, dass Kinder dort regelmäßig hungrig ankommen. Wir müssen umdenken und achtsamer mit Lebensmitteln umgehen. Leben im Überfluss, Überproduktion und Subventionen hier bei uns sind für andere zum Nachteil. Darum unterstütze ich Brot für die Welt."

Hintergrund
Im Jahr 2011 litten weltweit 925 Millionen Menschen an Hunger. Das sind 13,2 Prozent der Weltbevölkerung. Viele von ihnen leben auf dem Land. Für viele ist ein kleines Stück Land, auf dem sie Obst oder Gemüse für ihre Familien anbauen können ihre Lebensgrundlage.
Eine Katastrophe, wenn dann Großkonzerne die Familien von ihrem Land vertreiben. Auf dem Land wird dann zum Beispiel Soja für die Schweinemast oder Zuckerrohr für unseren Biosprit angebaut - nichts, was die Menschen satt macht.
Darum unterstützt "Brot für die Welt" weltweit Kleinbauern-Familien beim Kampf um ihr Land. So werden Dorfgemeinschaften dabei unterstützt, ihre Rechte auf Landbesitz durchzusetzen oder illegaler Landraub wird mit Hilfe von Luftaufnahmen dokumentiert. Damit die Familien ihr Land behalten können und keinen Hunger leiden müssen.
„Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ lautet das aktuelle Motto. Es darf nicht sein, dass die Lebensgrundlage von Familien den Profitinteressen großer Konzerne untergeordnet wird.

Veröffentlicht am 16. Oktober 2012