Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Tarifverträge in der Altenpflege unverzichtbar

Die Hamburger Diakonie unterstützt den Appell der Fraktionen von SPD, GAL und DIE LINKE, Tarifverträge in der Altenpflege flächendeckend anzuwenden.

Stefan Rehm, zuständiger Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: „Tarifverträge sind der wichtigste Baustein, um dem Pflegepersonal gute und sichere Rahmenbedingungen für ihre wichtige Tätigkeit zu bieten. Und sie sind eine Wertschätzung ihrer Arbeit.“ Den Wettbewerb in der Pflege über die Nichtanwendung von Tarifverträgen zu führen, schade letztlich der Qualität der Versorgung der Pflegebedürftigen und dem Image der gesamten Branche. Stefan Rehm ergänzt: „Wir haben heute schon Probleme, genügend Pflegepersonal zu finden, weil viele denken, in der Pflege wird schlecht bezahlt.“

Die Diakonie in Hamburg wendet flächendeckend Tarifverträge an: So zahlen die diakonischen Pflegeeinrichtungen für eine examinierte Altenpflegerin ein Einstiegsgehalt von 2.319 Euro, nach sieben Jahren Betriebszugehörigkeit 2.542 Euro. Wohngruppenleitungen erhalten ein Einstiegsgehalt von 2.736 Euro und nach siebenjähriger Betriebszugehörigkeit 3.050 Euro. Hinzu kommen jeweils Schichtzulagen, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und eine zusätzliche vom Arbeitgeber finanzierte Altersvorsorge.

Allerdings weist Stefan Rehm darauf hin, dass sich auch die Kostenträger bewegen müssen: „Es wird immer schwieriger, die tariflichen Personalkosten in den Verhandlungen mit den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger zu refinanzieren. Deshalb fordern wir die Politik auf, uns zu unterstützen. Die Anwendung von Tarifverträgen darf kein Wettbewerbsnachteil sein“.

 

Veröffentlicht am 1. März 2012