Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Syrien: Flüchtlinge nicht vergessen

(Berlin, 21.12.2012) Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft dazu auf, mehr für syrische Flüchtlinge zu tun. „Viele Familien in Nachbarländern haben Flüchtlingen eine Herberge gegeben, obwohl sie selber nur über das Nötigste verfügen. Es ist eine Frage der Menschlichkeit, sie dabei nicht allein zu lassen, “ sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Immer mehr Menschen fliehen vor der anhaltenden Gewalt in Syrien. „Unsere Partner unterstützen derzeit rund 55.000 Flüchtlinge in und außerhalb von Flüchtlingscamps sowie Familien, die Flüchtlinge beherbergen“, so Füllkrug-Weitzel. „Wir sind darauf vorbereitet, mehr Menschen zu helfen, wenn die Lage in Syrien nicht bald einer friedlichen Lösung zugeführt werden kann, was natürlich unsere Haupthoffnung ist.“ Die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe hat sich in Jordanien über die Lage der syrischen Flüchtlinge dort selbst informiert.

Mehr als eine halbe Million Menschen sind bereits wegen der anhaltenden Kämpfe aus Syrien in die Nachbarstaaten geflohen. Die Mehrheit von ihnen lebt bei Gastfamilien, in leer stehenden Häusern oder in einfachen Zelten. Die meisten Flüchtlinge sind vor Monaten in der Annahme geflohen, bald wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Sie sind kaum für den Winter gerüstet und haben ihre finanziellen Mittel längst ausgeschöpft. Es ist schwer für sie, Arbeit zu finden, und die Kinder können oft keine Schule besuchen. Isolation, Kälte und eine ungewisse Zukunft erschweren ihre Situation zusätzlich.  

Seit Beginn des Konflikts vor 21 Monaten leistet die Diakonie Katastrophenhilfe syrischen Flüchtlingen in Jordanien, dem Libanon, der Türkei und dem Irak Nothilfe. Zusammen mit Partnerorganisationen auch aus dem eigenen weltweiten kirchlichen Netzwerk ACT Alliance wurden Nahrungsmittel, Hygiene-Sets, Decken, Heizöfen, winterfeste Unterkünfte und Winterkleidung für Kinder bereitgestellt. Das Auswärtige Amt unterstützt die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe. Dringend benötigen die Menschen weiterhin Nahrungsmittel, Kochutensilien und Decken, um sich gegen die Kälte zu schützen. Viele sind traumatisiert und brauchen psychologische Hilfe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden unter dem Stichwort „Nothilfe Syrien“.

Evangelische Darlehensgenossenschaft Kiel , Konto: 888800    Blz: 210 602 37

Veröffentlicht am 21. Dezember 2012