Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Suchthilfebericht 2013: Kein Wort zu Kürzungen

Das Diakonische Werk Hamburg äußert Kritik am Suchthilfebericht 2013, den die Hamburger Gesundheitsbehörde Anfang der Woche vorgelegt hat. Er verschweigt, dass die Stadt Hamburg seit dem 1.1. 2013  die Förderung der Vereinigungen der Suchtselbsthilfe (wie ELAS, Freundeskreise oder Kreuzbund) eingestellt hat. Dies hat die Unterstützung von Selbsthilfegruppen, die Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen in der Suchthilfe empfindlich geschwächt. Eingefroren wurde schon ab 2012 die Finanzierung der Hamburger Suchtberatungsstellen, was vor allem wegen steigender Tarif- und Sachkosten zu immer stärkeren Einschränkungen des Angebotes der Beratungsstellen führt. Gabi Brasch, zuständiger Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: "Wer Kooperationen stärken und passgenaue Angebote für Suchtabhängige und –gefährdete zur Verfügung stellen will, darf nicht gleichzeitig zentrale Kooperationspartner wie die Suchtselbsthilfegruppen oder die Suchtberatungsstellen schwächen. Und auch die Koordination der Kooperation braucht eine ausreichende Finanzierung. Dazu sagt der Suchthilfebericht nichts."  

Sucht-Selbsthilfegruppen ermöglichen den Betroffenen mit einer sehr hohen Erfolgsrate eine  – wenn notwendig lebenslange – Begleitung in einem suchtmittelfreien Leben und sind damit ein zentraler Baustein der Rückfallprävention.

Veröffentlicht am 9. Januar 2014