Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Sozialarbeit transnational denken und organisieren

In einem international besetzten Workshop berieten Praktiker aus der sozialen Arbeit am Dienstag, 21. März, die Möglichkeiten zur Bekämpfung ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse. Hintergrund ist der stärker werdende Zusammenhang zwischen der Verelendung von EU-Migrant/innen und Arbeitsausbeutung. Darauf weisen sowohl diakonische Beratungsstellen als auch Beratungsstellen in osteuropäischen Ländern hin. Am Workshop im Ökumenischen Forum Hafencity waren auch Gäste von „Animus Association Stiftung“ aus Bulgarien und „ADPARE“ aus Rumänien geladen. Thema waren unter anderem die Anforderungen an die Beratungspraxis und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Beratern und Einrichtungen.

Susanne Hesemann, Leiterin des Fachbereiches Weltweite Diakonie im Diakonischen Werk Hamburg: „Wir werden stärker als bisher die Sozialarbeit transnational denken und organisieren müssen, wenn wir den Anforderungen, die mit zunehmender Pendelmigration verbunden sind, gerecht werden wollen. Mit dem internationalen Austauschprojekt Crossroads hat das Diakonische Werk Hamburg erste Schritte in diese Richtung unternommen.“

Dirk Hauer, Leiter des Fachbereiches Migration und Existenzsicherung des Diakonischen Werkes Hamburg: „Menschenhandel zum Zwecke der Arbeitsausbeutung wie auch die Arbeitsausbeutung an sich müssen bekämpft werden. Strafverfolgung allein reicht jedoch nicht. Für viele Armutsmigrantinnen und -migranten sind selbst ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in Deutschland immer noch besser als das Elend in ihrer Heimat. Wer also Ausbeutung bekämpfen will, muss gleichzeitig Hilfe, Unterstützung und Existenz sichernde Perspektiven für die Betroffenen sicherstellen.“

Für Rückfragen steht Ihnen Jan Westfahl, Leiter des Projektes Crossroads im Diakonischen Werk Hamburg, gern unter 040 30 62 0-223, 0176 70 67 97 57, zur Verfügung.

Veröffentlicht am 21. März 2017