Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Nordelbische Kirche und Diakonie rufen zu Spenden auf: „Die Stadt Port-au-Prince existiert nicht mehr“

Hamburg/ Kiel, 18. Januar 2010. Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti appellieren Bischof Gerhard Ulrich für die Nordelbische Kirche und die Landespastorinnen Annegrethe Stoltenberg und Petra Thobaben für die Diakonie Katastrophenhilfe an die Hilfsbereitschaft der Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Die Landespastorinnen erklärten heute (Montag): „Angesichts dieser Katastrophe und dem unfassbaren Leid für viele tausend Menschen bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe mit dringend benötigten Spenden zu unterstützen.Zwar sind unsere Helfer vor Ort auch selbst von dem Erdbeben betroffen, aber das Team der Diakonie ist arbeitsfähig und organisiert jetzt mit Partnerorganisationen in Haiti erste Hilfsmaßnahmen.“

Bischof Gerhard Ulrich sagte am Mittag: „Im Gebet sind wir mit den Opfern verbunden. Wir brauchen jetzt schnelle Hilfe für die Verletzten, Obdachlosen und Waisenkinder. Unser Ziel muss es aber sein, über die kurzfristige Hilfe hinaus den Menschen auf Haiti langfristig eine Perspektive zu geben. Naturkatastrophen wie dieses Erdbeben kann der Mensch nicht verhindern. Wir können aber sehr wohl dazu beitragen, dass arme Länder Strukturen entwickeln können, damit sie derartigen Katastrophen besser widerstehen können.“

"Die Stadt Port-au-Prince, wie wir sie kennen, hat nach dem Erdbeben aufgehört zu existieren", berichtet Astrid Nissen von der Diakonie Katastrophenhilfe aus Haiti. „Immer noch strömen die Überlebenden durch die Straßen auf der Suche nach Hilfe, schwer traumatisiert. Überlebende suchen nach ihren Angehörigen. Sehr schwierig ist die Situation der Verletzten. Es gibt weder genügend Medikamente noch ausreichend Ärzte. Viele der Verletzten müssen unter freiem Himmel versorgt werden.“

Gemeinsam mit Caritas international schickt die Diakonie Katastrophenhilfe heute (Montag) ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Port-au-Prince. Darunter sind Medikamente für 80.000 Menschen, Decken sowie Plastikplanen. Jetzt geht es darum, Hilfsgüter, die ins Land kommen, schnellstmöglich und professionell zu verteilen. Diese Verteilung wird von den Organisationen vor Ort getragen.

Landespastorin Stoltenberg: „Ich bitte alle Hamburgerinnen und Hamburger, sich großzügig zu engagieren. Die Soforthilfe kann nur ein Anfang sein. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort müssen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass die Haitianer langfristig ein Leben in Würde ohne Hunger und Krankheit führen können.“

Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe: 88 88 00 bei der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG Kiel, BLZ 210 602 37,

Kennwort „Haiti“. Weitere Informationen: www.diakonie-katastrophenhilfe.de


Steffen Becker
Diakonisches Werk Hamburg
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Veröffentlicht am 18. Januar 2010