Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Mobilität für arme Menschen: Diakonie Hamburg unterstützt Vorschlag für kostenloses HVV-Bürgerticket

Anlässlich der Vorstellung der neuen Studie "Zukunftsfähiges Hamburg - Zeit zum Handeln" fordert die Hamburger Diakoniechefin, Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Menschen mit geringem Einkommen mehr Mobilität zu ermöglichen: “Arme Menschen in Hamburg sind durch die hohen Preise des HVV stark eingeschränkt. Der HVV ist noch immer um ein mehrfaches teurer als die entsprechenden Positionen im Hartz IV-Regelsatz. Verwandte und Freunde zu besuchen oder einen Ausflug zu machen ist für viele nicht möglich. Wir begrüßen deshalb die in der Studie vorgestellte Option einer kostenlosen Nutzung des HVV, denn so wird diskriminierungsfrei auch den ärmeren Bevölkerungsgruppen eine bessere Teilhabe ermöglicht.” Die Autoren der Studie haben dazu ganz konkret verschiedene Finanzierungsmodelle durchgerechnet.
 

Ein wichtiger Schwerpunkt der Studie ist für die Diakonie das Thema “Faire Beschaffung”. Annegrethe Stoltenberg: “Obwohl wir in Kirche und Diakonie uns schon länger um ökofaire Beschaffnung bemühen, gibt es auch bei uns noch viel zu tun. Die Unterstützung des fairen Handels bietet Produzentinnnen und Produzenten in den Ländern des Südens eine faire Chance, ihre wirtschaftliche Existenz und ein Leben in Würde dauerhaft zu sichern.”

Die Studie "Zukunftsfähiges Hamburg - Zeit zum Handeln"
Mit der Studie "Zukunftsfähiges Hamburg - Zeit zum Handeln" verlassen die Autoren des renommierten Wuppertal Instituts die ausgetretenen Pfade bekannter politischer Debatten, provozieren mit innovativen Ideen und denken das Unvorstellbare. Die Studie gibt konkrete Antworten auf die zentrale Frage, was eine Metropole wie die Hansestadt Hamburg tun muss, um dem Anspruch der „Zukunftsfähigkeit“ gerecht zu werden. Vorschläge wie ein Arbeitszeitmodell zur kurzen Vollzeit, Nullwachstum im Hamburger Hafen oder ein kostenloser HVV gehen jedoch nur auf den ersten Blick an der Realität vorbei. Bei genauerer Betrachtung lösen sie viele Probleme, schaffen neue wirtschaftliche Perspektiven – und sind sogar finanzierbar. Herausgeber der Studie sind der BUND - Landesverband Hamburg, das Diakonische Werk Hamburg und der Zukunftsrat Hamburg. Als Kooperationspartner haben mitgewirkt: Nordelbisches Missionszentrum - Infostelle Klimagerechtigkeit, Umwelthaus am Schüberg, Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V. und Evangelischer Entwicklungsdienst - Bildungsstelle Nord.

Veröffentlicht am 9. November 2010