Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Hamburg fordert: Die Stadt Hamburg muss Bezahlung nach Tarif refinanzieren

In einer Resolution fordert die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Hamburg  den Hamburger Senat auf, die aktuellen Tarifsteigerungen bei den Vergütungen für die soziale Arbeit zu berücksichtigen: „Ohne diese Anerkennung werden diakonische Einrichtungen in ihrer Existenz gefährdet. Die Diakonie Hamburg mit ihren über 1.000 Angeboten und rund 20.000 hauptamtlich beschäftigten Mitarbeitenden will auch weiterhin eine verlässliche Arbeitgeberin sein, die ihre Mitarbeitenden tarifgerecht bezahlt. Es darf nicht sein, dass nur noch nicht-tarifgebundene Unternehmen im Wettbewerb bestehen können.“

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg erläutert: „Wir begrüßen, dass der Hamburger Senat für die tarifliche Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eintritt und ein Mindestlohn-Gesetz für Hamburg plant. Die Lohnsteigerungen, die den diakonischen Anbietern auf Grund von Tarifvereinbarungen entstehen, will die Stadt jedoch nicht refinanzieren: Konkret bietet die Sozialbehörde Steigerungsraten in Höhe von maximal 0,88 Prozent. Die aktuellen Tarifsteigerungsraten liegen jedoch deutlich darüber, für 2013 werden mehr als drei Prozent prognostiziert“.

Hamburg wird in diesem Jahr so viele Steuern einnehmen wie nie zuvor. Trotzdem bleibt die Einhaltung der Schuldenbremse das zentrale Ziel der Hamburger Politik. Paradoxe Folge: In den aktuellen Verhandlungen fordern die Hamburger Behörden Einsparungen in allen Bereichen der Sozialen Arbeit.


Hintergrund
Die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Hamburg tagt am 30. Oktober 2012 in den Räumen der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Die Mitgliederversammlung ist das höchste Gremium des Landesverbandes. Als Spitzenverband vertritt das Diakonische Werk Hamburg die Interessen von 331 Mitgliedern mit cirka 20.000 Mitarbeitenden.


Für Rückfragen steht Ihnen Stefan Rehm, Mitglied des Vorstandes des Diakonischen Werkes Hamburg, unter 040/306 20 -212 gern zur Verfügung.

Veröffentlicht am 30. Oktober 2012