Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Mit „Stadtteilmüttern“ Integrationsprozesse unterstützen

Lupe

Die Teilnehmerinnen des Projektes „Stadtteilmütter“ der Diakonie schließen ihre Basisschulung für ein freiwilliges Engagement erstmals mit einem Praxisteil ab. Dr. Tobias Woydack, Leiter des Diakonie-Hilfswerkes, überreicht den zehn Teilnehmerinnen des Integrationsprojektes ihre Zertifikate. „Die Diakonie unterstützt Migrantinnen und Migranten darin, ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und ihre Zukunftschancen wahrnehmen zu können. Unsere Stadtteilmütter leisten dazu einen wichtigen Beitrag: Sie verbessern die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund und sorgen so dafür, dass Diskriminierung abgebaut wird“, sagt Hilfswerksleiter Dr. Tobias Woydack.

Die zehn teilnehmenden Frauen des Projektes von Diakonie und Bezirksamt Altona absolvierten den theoretischen Teil bereits im letzten Jahr. „Wir haben das Schulungsprogramm weiterentwickelt und etabliert, dass die Frauen unsere Auszeichnung erst nach einem erfolgreich absolvierten Praxisteil erhalten“, erklärt Kirsten Prehm, Fachbereichsleiterin Familie und Senioren.

Stadtteilmütter sind Frauen mit Migrationshintergrund, die zum Beispiel türkische oder afrikanische Familien in ihrer Muttersprache zu Fragen der Kindererziehung, Bildung und Gesundheit informieren. Dazu besuchen sie Familien zu Hause und informieren in vertrauter Umgebung über vielfältige Unterstützungsangebote im Stadtteil, die häufig aus Unkenntnis nicht in Anspruch genommen werden. „Wir Stadtteilmütter erreichen Familien, die sonst sehr isoliert in Hamburg leben“, sagt Havva Kiran, seit 2011 Stadtteilmutter bei der Diakonie. „Unser Ziel ist es, ihnen zu mehr Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein zu verhelfen und so eine bessere Zukunft in Hamburg zu ermöglichen.“

 

Hintergrund:
Das Projekt „Stadtteilmütter“ entstand 2011 nach dem gleichnamigen Vorbild aus Berlin-Neukölln. Die „Stadtteilmütter“ ergänzen das bereits bestehende Hilfeangebot für Frauen und Familien mit Migrationshintergrund im Diakonie-Hilfswerk. Familien, die Interesse an einer Beratung durch eine Stadtteilmutter haben, können sich an Juliana Kiwala-Rehm wenden: Projekt „Stadtteilmütter“, Telefon: 040 30 62 0-395/-252 oder per Mail: stadtteilmuetter@diakonie-hamburg.de
Die Finanzierung des Projektes erfolgte bis Ende 2014 zu 50 Prozent aus Mitteln der „Integrierten Stadtteilentwicklung“ über das Bezirksamt Altona, aus Spenden und Eigenmitteln der Diakonie. 2015 unterstützt das Hamburger Spendenparlament eine Auswertung der bisherigen Arbeit. Die Koordination der Stadtteilmütter wird 2015 durch Spenden und Eigenmittel finanziert.

Für Fragen und Informationen steht Ihnen gern Kirsten Prehm, Fachbereichsleitung Familie und Senioren, unter 040 30 62 0-253 zur Verfügung. In der Anlage finden Sie ein Foto von der Verleihung zur freien Verwendung.

Veröffentlicht am 27. März 2015