Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Kennedybrücke: Caritas und Diakonie warnen vor Vertreibung Obdachloser

Lupe

Der Bezirk Mitte hat angekündigt, heute Nachmittag eine Obdachlosenplatte an der Kennedybrücke räumen zu lassen. Diakonie und Caritas sprechen sich entschieden gegen die Vertreibung obdachloser Menschen aus. Diakonie-Vorstand Gabi Brasch: „Wer in Zelten und unter Brücken schläft, tut dies aus existenzieller Not und nicht aus romantischen Freiheitsgefühlen. Obdachlosenplatten sind für niemanden schön, doch die Polizei kann obdachlose Menschen nur hin und her treiben, sie beseitigt weder die Platten noch die Obdachlosigkeit. Obdachlose Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf. Solange die Stadt den Menschen keine vernünftige Unterbringung anbietet, verschärfen ordnungspolitische Maßnahmen nur die Not der Betroffenen.“ Michael Edele, stellvertretender Caritasdirekor: „Wir brauchen endlich eine deutlich bessere Versorgung obdachloser Menschen mit Unterbringungsplätzen. Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen ist es für uns unverständlich, warum die Stadt nicht die freien Plätze in den Flüchtlingsunterkünften nutzt.“ 

Veröffentlicht am 7. Juli 2016