Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Kein Containerdorf für Flüchtlinge in Wilhelmsburg?

Mit Unverständnis reagiert die Hamburger Diakonie auf die Weigerung der Stadtentwicklungsbehörde (STEB) und des Bezirks Mitte, den ehemaligen Gartenschau-Parkplatz in Wilhelmsburg für ein Flüchtlingscontainerdorf zur Verfügung zu stellen. Landespastor Dirk Ahrens: „Wir müssen aktuell jede Chance zur Unterbringung nutzen, in Wilhelmsburg genauso wie in Harvestehude oder in Blankenese. Die Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungslosen ist zur Zeit eines der größten Probleme in unserer Stadt. Die Menschen brauchen so schnell wie möglich ein Dach über dem Kopf. Die Stadt ist rechtlich verpflichtet, Wohnungslose unterzubringen. Hamburgs Bürgerinnen und Bürger haben gerade in letzten Monaten gezeigt, dass sie in hohem Maße bereit sind Flüchtlingen zu helfen. Dieses Engagement sollte die Stadtentwicklungsbehörde unterstützen.“ 

Die Diakonie sieht keinen zwingenden Zusammenhang zwischen dem Image eines Quartiers und der Unterbringung von Flüchtlingen. Dirk Hauer, Leiter des Fachbereiches Migration und Existenzsicherung im Diakonischen Werk Hamburg: „Wenn Flüchtlingsunterkünfte gut und unter Beteiligung der Nachbarschaft geplant und realisiert werden, können wir keine negativen Effekte auf das Umfeld erkennen.“

Veröffentlicht am 8. Juli 2014