Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Integrationsprojekt des Diakonie Hilfswerk Hamburg und des Bezirksamt Altona für den Stadtteil Altona-Altstadt: Erste Gruppe der „Stadtteilmütter“ schließt Qualifizierung ab

Ende November hat die erste Gruppe der Stadtteilmütter ihre Qualifizierung abgeschlossen. Am heutigen Mittwoch überreichten Pastor Dirk Ahrens, Vorstand des Diakonie-Hilfswerkes Hamburg und Ingeborg Müller, Fachbereichsleitung Frauenprojekte und Familienbildung, die Teilnahmebestätigungen im Dorothee-Sölle-Haus an die Frauen.

Insgesamt haben zwölf Frauen türkischer und afrikanischer Abstammung an der sechsmonatigen Qualifizierung teilgenommen und wurden theoretisch und praktisch auf ihre Tätigkeit als "Stadtteilmutter" vorbereitet. Ab sofort werden sie Frauen und Familien in ihrer Muttersprache zu Fragen der Kindererziehung, Bildung und Gesundheit beraten. Dazu besuchen sie die Familien zu Hause und informieren in vertrauter Umgebung über vielfältige Unterstützungsangebote im Stadtteil, die häufig aus Unkenntnis nicht in Anspruch genommen werden. Ziel des Projekts ist es, die Eltern zu ermutigen, ihre Erziehungsaufgaben aktiv wahrzunehmen und die Teilhabefähigkeiten von Eltern und Kindern zu fördern.

Stadtteilmutter Rehyhan Emir ist stolz die Schulung abgeschlossen zu haben: „Ich freue mich nun endlich loslegen zu können. Ich kenne viele Familien die Unterstützung benötigen. Ihnen will ich helfen“. Delphine Takwi ergänzt: „Der Kurs war zwar manchmal anstrengend, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Jetzt sind wir voller Wissen. Das wollen wir weitergeben!“

Die Kontakte zu den Familien entstehen durch persönliche Ansprache der Stadtteilmütter in ihrer unmittelbaren persönlichen Umgebung sowie durch Infohandzettel, die in Arztpraxen, Geschäften, Kirchengemeinden und Moscheen sowie behördlichen Einrichtungen ausgelegt werden.

Das Projekt „Stadtteilmütter“ ergänzt das bereits bestehende Hilfeangebot für Frauen und Familien mit Migrationshintergrund durch seinen aufsuchenden Arbeitsansatz und nutzt die Kommunikationsfähigkeit der Frauen untereinander. Somit schließt es eine Lücke in der bestehenden Angebotspalette und trägt auf diese Weise zur Verbesserung des interkulturellen Miteinanders im Stadtteil und in ganz Hamburg bei. Für 2011 hat das Projekt "Stadtteilmütter" vom Hamburger Spendenparlament eine Anschubfinanzierung erhalten. Für die Jahre 2012, 2013 und 2014 wird das Projekt zu jeweils 50 Prozent durch das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung und Eigenmittel der Diakonie finanziert.

Für weitere Fragen und Informationen stehen Ihnen gerne Ingeborg Müller oder Angela Bähr, Fachbereichsleitung Frauenprojekte und Familienbildung, unter 040 30 62 0-219 zur Verfügung.

Interessierte türkische oder afrikanische Familien wenden sich bitte an Sonnur Barat, Projekt "Stadtteilmütter", unter 040 30 62 0-395 oder per Mail unter stadtteilmuetter@diakonie-hamburg.de.

Veröffentlicht am 7. Dezember 2011