Diakonie Hamburg

Pressemeldung

Hamburger Ausbildungsumlage in der Altenpflege: Schritt in die richtige Richtung

Lupe Stefan Rehm, Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg

Das Diakonische Werk begrüßt die vom Senat beschlossene Einführung der Ausbildungsumlage in der Altenpflege in Hamburg zum Sommer 2013. Stefan Rehm, zuständiger Vorstand im Diakonischen Werk Hamburg: „Endlich müssen sich alle Pflegeheime und alle ambulanten Pflegedienste an den Kosten der Altenpflegeausbildung beteiligen. Das ist gut für die Pflege insgesamt und schafft Gerechtigkeit für die diakonischen Senioren- und Pflegeheime. Denn bei der Ausbildung ist die Hamburger Diakonie traditionell Spitzenreiter. Jetzt appellieren wir besonders an die Einrichtungen in der ambulanten Pflege: Leisten auch sie ihren Beitrag, um den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. Die Rahmenbedingungen dafür werden durch das Umlagesystem geschaffen, denn erstmalig wird in Hamburg die Ausbildung über die Vergütungen finanziert.“

Die Erfahrungen in anderen Bundesländern, die bereits die Ausbildungsumlage eingeführt haben, zeigt, dass durch die Umlage die Anzahl der Ausbildungsplätze deutlich gestiegen ist.

Rehm weiter: „Langfristiges Ziel muss allerdings eine bundeseinheitliche Ausbildungsfinanzierung analog der der Krankenhäuser sein.“

Die Diakonie begrüßt den im Rahmen der bundesweiten Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive formulierten Prüfauftrag zur Abschaffung des Schulgeldes an privaten Altenpflegeschulen. Rehm: „Das wäre ein wichtiger nächster Schritt“.

In der Hamburger Diakonie stieg die Zahl der Auszubildenden in den letzten fünf Jahren um  18 Prozent auf 262 Auszubildende pro Jahr. Die Altenpflege ist ein Beruf mit guten Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Insbesondere die Diakonie ist durch die tariflichen Regelungen ein ausgesprochen attraktiver Arbeitgeber.

Veröffentlicht am 17. April 2013